Unsterblichkeit - So sieht die Zukunft aus

Können medizinische Entwicklungen uns unsterblich machen?

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Sven Gabor Janszky ist Zukunftsforscher und beschäftigt sich unter anderem mit medizinischen Technologien. Er hat Klassik Radio verraten, was in den nächsten Jahren auf die Menschheit zukommen wird.

Unsterblich durch Zukunftsforschung

Die Zukunftsforschung untersucht Entwicklungen in unterschiedlichen Bereichen und stellt sich dabei die Frage, wie Technologie das Leben und Arbeiten von Menschen verändert. Besonders spannend ist dabei die Entwicklung von Technologien in der Medizin. Laut Janszky werden wir irgendwann aufgrund des technischen Fortschritts sehr wahrscheinlich unsterblich sein.

Gen-Analyse und Medical Food machen ewig gesund

"In zwei bis drei Jahren werden wir die Möglichkeit haben, dass jeder Mensch eine Analyse seines eigenen individuellen Genoms, also seiner DNA durchführen kann. Dadurch wird der Mensch erfahren, welche Krankheiten bereits in seinen Genen angelegt sind und was man tun muss, damit diese Krankheiten in Zukunft nicht ausbrechen", beschreibt der Zukunftsforscher. Dafür werde es künftig Toiletten geben, die morgens den Stuhlgang eines Menschen analysieren können und den aktuellen Bakterienmix im Körper angeben. Aufgrund dieser Analyse sehe man, inwiefern der Wert vom Idealbakterienmix abweicht und welche Vitamine und Mineralien dem Körper fehlen. Medizinisch angereicherte Nahrungsmittel, sogenanntes Medical Food, soll dann dafür sorgen, dass der Bakterienmix jedes einzelnen Menschen wieder in den Idealzustand kommt. Somit werde verhindert, dass der Mensch krank werden kann.

Ersatzorgane aus dem Drucker

Laut Janszky werde die Medizin langfristig eine Technologie entwickeln, die Ersatzorgane produzieren kann. Dazu müssen kleine Zellen aus dem Körper des jeweiligen Menschen entnommen werden. Diese würden anschließend vervielfältigt und daraus ein Ersatzorgan „gedruckt“, beispielsweise ein Herz, welches aus den körpereigenen Zellen besteht und somit nicht mehr vom eigenen Körper abgestoßen werden kann. Wenn das ursprüngliche Herz irgendwann mal nicht mehr funktionieren sollte, dann werde dieses einfach ausgetauscht und durch das neue Herz ersetzt. In etwa 15 Jahren werde es soweit sein, dass diese Methode verbreitet angewandt wird.

Per Körper-Chip den Körper steuern

Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky selbst hat bereits einen Chip, den man sich in der Hand unter die Haut spritzen lassen kann. Aktuell kann dieses 10mm lange Röhrchen noch nicht besonders viel und wird eher als Spielerei genutzt, wie beispielsweise Daten zu speichern oder Haustüren und Autotüren zu öffnen.
Was der Chip in Zukunft jedoch seiner Meinung nach können wird, ist erstaunlich: Der Chip soll ab der übernächsten Generation als Gesundheitschip funktionieren. Dabei misst er Daten im Körper - wie die Temperatur oder die Konsistenz und die Zusammensetzung des Blutes. Diese Echtzeitmessung von Daten aus dem eigenen Körper führe dazu, dass man mehr Wissen über seinen aktuellen Körperzustand hat und damit die Möglichkeit besitze, diesen aktiv zu steuern und Krankheiten zu verhindern.

Die geistige Unsterblichkeit

Auch arbeiten Unternehmen bereits daran, per Computer ein menschliches Gehirn nachzubauen. Denn wenn man es schaffe, das eigene Wissen „upzuloaden“ und in einen Computer zu übertragen, dann stirbt zwar der Körper aber nicht der Geist, so Janszy. Also eine Art der Unsterblichkeit, von der er überzeugt ist, dass sie nicht mehr allzu fern ist. Alle Technologien bestünden bereits, seien aber noch zu teuer für den Massenmarkt.

Technologie und Philosophie

Laut Janszky werden diese zukünftigen Technologien dazu führen, dass der Mensch die Verantwortung für sein Leben und die Gestaltungsmöglichkeiten über sein Leben mehr in seine eigene Hand bekomme. Das werde sogar bis zu der Frage nach der Unsterblichkeit führen, denn auch diese Entscheidung werde irgendwann in die Selbstbestimmung des Menschen hineinrutschen.

Die Zukunft der Musik

Die sehe er ganz klar in modernen Streaming-Diensten. Der Trend gehe immer mehr dazu, dass sich die Konsumenten ihre Wunschmusik aussuchen.
Damit sind wir mit Klassik Radio Select also bereits in der Zukunft angekommen.
   

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