Unzertrennlich: Ferdinando Carulli und die Gitarre

Wie Ferdinando Carulli die Gitarre populär machte

unzertrennlich-ferdinando-carulli-und-die-gitarre © AdobeStock/ puhimec
Heute gehört die Gitarre zu den beliebtesten Instrumenten. Daran ist Ferdinando Carulli nicht ganz unschuldig. Denn der italienische Komponist holte die Gitarre aus dem Schattendasein, das sie noch bis zum 19. Jahrhundert fristete…zumindest in der höheren Gesellschaft.

Die Gitarre - Ferdinando Carullis Lieblingsinstrument

Ferdinando Carulli würde dieses Jahr seinen 250. Geburtstag feiern. Das Instrument seines Lebens war die Gitarre und das wusste er schon ziemlich früh. Der Italiener wurde in Neapel geboren und begann zunächst das Cello zu spielen. Doch schon bald war ihm klar, dass er viel lieber Gitarre lernen wollte. Das Problem war nur: die Gitarre war noch unbekannt und vor allem wenig populär, so dass in ganz Neapel kein Gitarrenlehrer aufzutreiben war. So brachte sich der 16-jährige das Instrument kurzerhand selbst bei. Später dann komponierte er 360 klassische Stücke für die Gitarre, darunter eine Gitarrenschule, gab Gitarrenunterricht und spielte das Instrument selbst. Er war damit so erfolgreich, dass seine Konzerte in Paris oft überfüllt waren, fast jeder Unterricht bei ihm nehmen wollte, die Gitarre „salonfähig“ wurde und mehr noch, einen regelrechten Hype erfuhr.

Die Geschichte der Gitarre vor  Ferdinando Carulli

Es ist kaum zu glauben, doch eigentlich geht die Gitarre auf Pfeil und Bogen zurück. Die Menschen bemerkten damals, dass ein Ton entstand, wenn sie den Pfeil abschossen. So kam ihnen die Idee, aus dem Jagdwerkzeug ein Musikinstrument zu machen: der Mundbogen war geboren. Und daraus entwickelten sich im Laufe der Zeit die meisten Saiteninstrumente, so auch die Gitarre.

Das erste Mal ist ein gitarrenähnliches Instrument auf ägyptischen Zeichnungen zur Zeit der Pharaonen und babylonischen Skulpturen zu sehen. 2500 vor Christus wurde in Persien dann eine orientalische Laute mit einem achtförmigen Resonanzkörper gespielt – die Tar. Es folgten die harfenähnliche „Kithara“ in Griechenland (800 bis 150 vor Christus) und die „Oud“ der Mauren, die ein wenig wie eine kugelförmige Ukulele aussah und im Jahr 700 nach Spanien importiert wurde.

Aus diesen Einflüssen entwickelten sich dann die spanische Gitarre. Diese wurde in Bezug auf Saiten, Resonanz und Tönen immer weiter optimiert, bis der Gitarrenbauer Antonio de Torres im 19. Jahrhundert die Gitarre schuf, wie wir sie heute kennen.

Vielleicht kennen Sie diese ungewöhnlichen Instrumente noch nicht.

 



   

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