Ur-Obst - unsere Früchte im Wandel der Zeit

Wie sich unser Obst in den letzten Jahrtausenden verändert hat

ur-obst-unsere-früchte-im-wandel-der-zeit © AdobeStock/ Anastasia
Obst ist einfach wunderbar! Saftige Pfirsiche, süße Kirschen, erfrischende Melonen - bereits seit Urzeiten gehörten diese Obstsorten zu der Ernährung des Menschen dazu. Sogar in der Bibel spielt der Apfel eine entscheidende Rolle und auch sonst wurde bei römischen Gelagen dargestellt, wie ganze Obstberge genüsslich verzehrt werden. Doch war unser Lieblingsobst damals schon so frisch, knackig und genüsslich wie heute und sah es schon immer so aus?

Das Ur-Obst sah anders aus

Die Germanen und Kelten sollen sich zur damaligen Zeit hauptsächlich von Fleisch und Getreide ernährt haben. Wer kann es Ihnen verübeln, denn die damals zur Verfügung stehenden Obstsorten sind mit den heutigen Nachfahren im Geschmack und Aussehen nicht vergleichbar. Der Apfel beispielsweise war bei unseren Vorfahren lange nicht so knackig und süß wie in unserer heutigen Zeit. Er schmeckte sehr sauer und war vor allem klein, steinhart und holzig. Die Römer sollen sogar über Äpfel gespottet haben, sie seien so sauer, dass sie sogar Schwerter stumpf machen konnten.

Kultivierung von Früchten

Erst die Kultivierung von Früchten durch Menschenhand hat ihren genussvollen Verzehr überhaupt möglich gemacht. Beispielsweise unsere süßen Äpfel von heute sind durch geschickte Kreuzungen entstanden. Doch wie sah das vertraute Obst früher aus?

So sah das Ur-Obst aus:

  • Die Ur-Banane
    Vor 7000 Jahren wurde zum ersten Mal in Asien die Ur-Banane gezüchtet. Sie enthielt nur sehr wenig Fruchtfleisch und durchgängig Samen. Wer wissen möchte, wie eine Banane vor dem Beginn ihrer Züchtung geschmeckt hat, der beißt einfach in eine rohe Kochbanane. Unsere heutige Banane enthält deutlich mehr Nährstoffe, als damals und schmeckt zudem auch noch süß und ist samenlos.
  • Der Ur-Pfirsich
    Zwei Zentimeter groß und vom Geschmack her salzig - Das war der Pfirsich vor 6000 Jahren. Er hatte einen riesigen Kern und eine feste, wachsartige Schale. Damals hatte der Pfirsich nur 65 Prozent Fruchtfleisch, im Gegensatz zu heute, da sind es 90 Prozent.
  • Der Ur-Apfel
    Immerhin schmeckte der Ur-Apfel vor 10.000 Jahren schon so gut wie heute. Zum ersten Mal wurde er in Kasachstan gezüchtet. Es gibt übrigens noch heute Saatgut von diesem Ur-Apfel zu kaufen. Warum ein Apfel glücklich machen kann, lesen Sie bei Tipp 9 für mehr Lebensfreude.
  • Die Ur-Wassermelone
    Die Ur-Wassermelone war nicht schon immer so groß wie heute. Nur ungefähr fünf Zentimeter und der Geschmack war eher bitter was sie damals. Auch war sie im Inneren mit dicken, ungenießbaren Trennwänden durchzogen. Im alten Ägypten gab es die Wassermelone bereits vor etwa 5000 Jahren.
Der Mensch begann also schon lange bevor er Gene manipulieren konnte damit, die Pflanzen und seine Umwelt seinen Vorstellungen entsprechend zu gestalten. Es gelang uns über Jahrtausende hinweg Früchte durch Kreuzung und Auslese zu schaffen, die es so in der Natur eigentlich gar nicht gegeben hätte. „Manipulation“ von Saatgut ist eine Technologie, um unsere Früchte neu zu gestalten. Zahlreiche Firmen haben sich darauf spezialisiert und setzen zum Teil Gene aus Bakterien oder anderen Pflanzen in die Obst- und Gemüsesorten ein. Damit kann deren Haltbarkeit verlängert werden oder die Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten wird erhöht. Immer wieder werden jedoch auch die negativen Seiten des industriellen Obstanbaus beleuchtet, denn die biologische Vielfalt ist wegen der Massenproduktion drastisch zurückgegangen.

Selbst gepflückt macht immer mehr Spaß als gekauft, damit vom Baum in den Mund funktioniert, gibt es mundraub.org. Erst recht nachdem im letzten Jahr Obst immer teurer wurde.

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