Vor 120 Jahren geboren: George Gershwin

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Er hat überall seine Abdrücke hinterlassen: vor allem am Broadway, in Film und Fernsehen – aber auch in der Klassik.

Kindheit in Brooklyn

Geboren und aufgewachsen ist Gershwin im New Yorker Stadtteil Brooklyn, eigentlich unter dem Namen Jacob Gershowitz. Er kommt aus einer jüdischen Familie russischer Emigranten, und die Namensänderung hatte damals die Einwanderungsbehörde veranlasst. Georges Vater wird in den USA ein professioneller Musiker und ebnet so auch dem Sohn den Weg in die Musik.

Im Alter von zwölf Jahren beginnt George, Klavier zu spielen. Ein Pianist am Beethoven Symphony Orchestra ist so beeindruckt von Georges Fähigkeiten, dass er ihm kostenlosen Unterricht erteilt.

Als George fünfzehn ist, bricht er die Schule ab, um fortan nur noch Musik zu machen. Sein Geld verdient er mit Gigs in New Yorker Nachtclubs. Vor allem aber als so genannter „Song-Plugger“ begründet er seinen Erfolg und stellt wichtige Kontakte her; für einen Verlag am Broadway spielt er hier den Verlagskunden die neuesten Lieder vor.
Sein eigenes erstes Lied schreibt er mit achtzehn und verdient damit fünf Dollar.

The roaring Twenties

In den nächsten vier Jahren kommen etwa fünfzig weitere Songs dazu – darunter ist auch die vom Jazz beeinflusste „Rhapsody in Blue“. Er schreibt sie für Paul Whitemans Big Band und wird ein unglaublicher Erfolg für Gershwin. Er arbeitet mit seinem älteren Bruder Ira zusammen, und schnell erobern sie mit ihrer Musik den Broadway. „Lady, Be Good“ (1924), „Oh Kay“ (1926) oder „Funny Face“ (1927) sind einige der Musikkomödien, mit denen sie begeistern.

In den zwanziger Jahren reist Gershwin auch nach Paris, um dort bei Nadja Boulanger zu lernen. Diese wiederum lehnt ab, um Gershwins Stil nicht zu ruinieren. Diese Zeit ist für Gershwin dennoch inspirierend, denn hier lernt er Komponisten wie Maurice Ravel oder Igor Strawinsky kennen.


Porgy and Bess

In der Welt der Klassik hat George Gershwin vor allem mit der Oper „Porgy and Bess“ einen großen Abdruck hinterlassen. Die Oper entsteht Mitte der 30er Jahre und erzählt vom Leben der afroamerikanischen Bevölkerung in den ärmlichen Ghettos, angesiedelt in der fiktiven Stadt Catfish Row in Charleston, South Carolina.

Es ist eine Art Volksoper, in der Einflüsse aus dem Jazz, des Blues, der Popmusik und auch der klassischen Oper zusammenkommen. Es gelingt ihm damit, eine eigene amerikanische Musiksprache zu erschaffen. Den wirklich großen Erfolg seiner Oper kann Gershwin leider nicht mehr miterleben.


Früher Tod

Im Jahr 1937 steht Gershwin auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Aber er leidet immer wieder an schlimmen Kopfschmerzen und kurzen Gedächtnisverlusten. Er verliert an Gewicht und seine motorischen Fähigkeiten nehmen ab. Im Juli 1937 bricht er schließlich zusammen und fällt ins Koma. Ärzte diagnostizieren einen bösartigen Gehirntumor bei Gershwin. Ohne vorher noch einmal zu Bewusstsein gekommen zu sein, stirbt George Gershwin während einer Operation im Alter von nur 38 Jahren.

 

   

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