Wagner als Ampelmännchen

Bayreuther Stadträte stellen Antrag

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In Zukunft möchten die Bayreuther die Silhouette Richard Wagners sehen, wenn sie in Richtung Festspielhaus gehen. Die Verwaltung der Stadt muss nur noch dem Antrag stattgeben.

Grünes Licht für Richard Wagner?

Vier Stadträte Bayreuths haben einen Antrag gestellt, in Bayreuth an einigen Stellen Richard Wagner als Ampelmännchen einzuführen. Dabei soll der deutsche Komponist an vier Fußgängerampeln zwischen dem Bahnhof und dem Festspielhaus zu sehen sein.

„Zur Verdeutlichung der Verbundenheit der Stadt mit den Festspielen fänden wir es charmant und sympathisch, Richard-Wagner-Männchen als augenzwinkernde Wegweisung an den Fußgängerampeln an der Bahnhofstraße und der Bürgerreuther Straße anzubringen“, sagte dazu Stephan Müller, der Fraktionsvorsitzende der Bayreuther Gemeinschaft im Stadtrat.

 

Antrag muss stattgegeben werden

Ob die Installation der wagnerianischen Ampelmännchen zulässig ist, prüft nun die Stadtverwaltung in der nächsten Stadtratssitzung.

Die Kosten dafür sollen überschaubar sein, wie die Antragsteller mitteilten: sie führten an, dass etwa in Innsbruck, wo es ein ähnliches Projekt mit sportelnden Ampeln gegeben hat, 36 dieser Ampelmotive für 1400 Euro umgesetzt werden konnten.

Kein teurer Spaß

Eine Ampelschablone kostet 450 und jede weitere davon nur acht Euro. Der Entwurf der Wagnerschablone stammt dabei vom Bayreuther Zeichner Matthias Ose.

Die Kosten scheinen jedoch bei der Verwaltung nicht der einzige Vorbehalt zu sein. So scheiterte in Bamberg ein ähnliches Projekt, bei dem der Bamberger Schriftsteller Paul Maar („Das Sams“) mit Ampeln gewürdigt werden sollte. Damals befürchtete das Innenministerium, solche Ampeln würden von den Fußgängern nicht ernst genommen werden.

 

Wagner in Bayreuth

Richard Wagner machte die Stadt Bayreuth weltberühmt. Sie war zwar nicht Wagners erste Wahl, als sich in ihm um 1850 die Idee eigener Musikfestspiele formte. Eigentlich hatte der Komponist Weimar oder Zürich vor Augen, auch München war für ihn eine Option.

Letztlich entschied er sich rund zwanzig Jahre später auf Anraten eines Freundes für Bayreuth. König Ludwig II. von Bayern gab die entscheidende Finanzspritze, um das Projekt Bayreuther Festspiele umsetzen zu können.

Am 13. August 1876 konnten die ersten Bayreuther Festspiele ausgerichtet werden mit der Uraufführung des kompletten Ring des Nibelungen an drei aufeinander folgenden Tagen.


Bayreuther Festspiele 2019

Die Bayreuther Festspiele gehören bis heute zu den berühmtesten Musikfestspiele der Welt. Sie werden auch im Jahr 2019 zwischen dem 25. Juli und dem 28. August ausgerichtet und eröffnet mit der Neuinszenierung des Tannhäusers durch Regisseur Tobias Kratzer.

Unter anderem treten in dieser Saison Tenor Piotr Beczala, Dirigent Christian Thielemann und erstmals Sopranistin Anna Netrebko am Grünen Hügel auf.  

Klassik Radio ist natürlich ganz nah an den Bayreuther Festspielen. Unser Klassik-Experte Axel Brüggemann berichtet von den Bayreuther Festspielen 2019.


Mehr Klassik-News zu den Bayreuther Festspielen

Für die Live-Übertragung und das Rahmenprogramm der Bayreuther Festspiele 2018 erhielt unser Kollege Axel Brüggemann den Bayerischen Fernsehpreis als bester Moderator in der Kategorie Unterhaltung. Diese lief 2018 auf Sky Arts.
Von den Eindrücken der Bayreuther Festspiele 2018 lesen Sie hier.

Sendung mit der Maus in Bayreuth

Wie faszinierend die Arbeit bei den Bayreuther Festspielen ist, zeigt nun die Sendung mit der Maus dem jungen Publikum. In einer Sondersendung blickt die Maus hinter die Kulissen der Bayreuther Festspiele und zeigt, was dazugehört, um eine große Oper auf die Beine zu stellen.
   

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