Wagner auf Papier

15 Stunden "Ring" auf 5 Blättern

wagner-auf-papier © Büchergilde Gutenberg Verlagsgesellschaft mbH
Richard Wagners Ring des Nibelungen wurde in verschiedenen Produktionen bereits unzählige Male neu interpretiert. Eine völlig neue Interpretation des vier Abende füllenden Opernzyklus gibt es jetzt nicht im Opernhaus, sondern auf Papier zu erleben.
Die komplette Illustration des Werkes erstreckt sich auf insgesamt fünf Bilderbögen, die man Stück für Stück selber entfalten muss. Gezeichnet wurde das Ganze von Martin Stark, der uns im Gespräch mit Klassik Radio etwas über das Projekt erzählt hat.

Idee für das Projekt

Auch wenn das Projekt in Bezug auf Wagners Opernzyklus einen erfrischend neuen Ansatz verfolgt, ist die Idee der Bilderbögen an sich aber alles andere als neu. Die gibt es nämlich schon seit dem 18. Jahrhundert und waren früher vor allem als Mittel zur Verbreitung von Nachrichten äußerst beliebt. Heute vertreibt die Büchergilde Gutenberg eine Reihe von modernen Bilderbögen zu den verschiedensten Themen. In diesem Rahmen entstand auch die Idee einer Illustration von Wagners Ring des Nibelungen in Form mehrerer Bilderbögen. Stark, der bereits mehrere Bücher für den Verlag illustriert hatte, wurde schließlich mit der Umsetzung betraut.

Bezug zu Wagner

„Als die Idee an mich herangetragen wurde, habe ich mir als erstes gedacht: ‚Ach du meine Güte! Wagner und der Ring des Nibelungen? So ein Mammutwerk ist doch bestimmt total kompliziert und verkopft.‘ Beim Lesen habe ich dann aber gemerkt, wie spannend und modern das eigentlich ist und dann wollte ich das auch unbedingt machen.“, erzählt Stark. Er habe das Ziel, damit gerade auch Neueinsteigern einen guten Überblick über die Geschichte schaffen. Ein Bezug zum Ring des Nibelungen und Wagner allgemein, sei bei ihm vor dem Projekt hauptsächlich in Form von dessen Einflüssen auf die Filmmusik vorhanden gewesen.

Entstehung des Bogens

Der gesamte Bogen entstand in einer Zeitspanne von nicht Mehr als 3 Monaten zwischen März und Juni. „Ich habe da echt von morgens bis abends gesessen.“, berichtet Stark. Auf insgesamt über 150 DIN A4 Blättern habe er per Hand die einzelnen Figuren und Szenarien der Handlung aufgezeichnet, diese dann anschließend eingescannt und schlussendlich digital am Computer zum jeweiligen Format der einzelnen Bögen zusammengefügt.

Aufbau des Bogens

Die Bögen zu den einzelnen Teilen sind  jeweils so aufgebaut, dass sich die ausfaltbare Illustration über die komplette Vorderseite erstreckt und die Rückseite eine kurze Zusammenfassung der Geschichte sowie das komplett abgedruckte Libretto des jeweiligen Teils enthält. Je weiter man die Vorderseite des Bogens auseinander faltet, desto mehr Szenen der Handlung werden sichtbar, bis man schließlich den ganzen Bogen aufgefaltet vor sich liegen hat und sich eine gezeichnete Übersicht der gesamten Geschichte offenbart.

Die Anordnung der einzelnen Szenen ist dabei von Bogen zu Bogen unterschiedlich, das Prinzip bleibt aber gleich: Es gibt stets ein großes Hintergrundbild, ähnlich einer Kulisse, auf dem die einzelnen Figuren in den verschiedenen Schlüsselszenen verteilt sind. Als kleine Hilfestellung verknüpft der symbolische goldene Schicksalsfaden der Nornen die einzelnen Szenen chronologisch miteinander, bis dieser, getreu der Handlung des Stücks, am Anfang der Götterdämmerung auf dem entsprechenden Bogen abreißt.

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(N.Meier)
   

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