Waste Watcher - Hamburgs Müllsheriffs

Ins Gespräch kommen ist das Wichtigste

waste-watcher-hamburgs-müllsheriffs © Stadtreinigung Hamburg
Die Waste Watcher der Stadtreinigung Hamburg sorgen für Ordnung in den Straßen - der ein oder andere Müllsünder wird auch angesprochen.

Waste Watcher - den Müllsündern auf der Spur

"Wer eine Kippe einfach wegschnippt, den kann das - wenn er erwischt wird - bis zu 150 Euro kosten", sagt Andree Möller, Pressesprecher der Stadtreinigung Hamburg. Gemeinsam mit dem damaligen Ersten Bürgermeister Hamburgs, Olaf Scholz, haben sich Mitarbeiter der Stadtreinigung zusammengesetzt und den Wunsch geäußert, mehr für die Sauberkeit Hamburgs tun zu wollen. Somit ist ein Konzept entstanden, u.a. mit den Waste Watchern.

Was sind Waste Watcher?

"Die Waste Watcher haben zwei verschiedene Aufgaben: zum einen schauen sie neben Depotcontainern, was es an wilden Müllablagerungen gibt und versuchen den Verursacher dafür zu finden. Das ist in der Regel recht schwierig. Wird ein Verantwortlicher gefunden, stellt man ihn zur Rede", erklärt uns Andree Möller. "Zum anderen ist es tatsächlich so, dass sie Hamburg bestreifen. Das heißt, sie gehen zu zweit durch Parks und sprechen die Leute darauf an, dass sie ihren Müll bitte wieder mit nach Hause nehmen sollen. Im Prinzip sind die Waste Watcher unsere Sauberkeitssheriffs", schmunzelt Andree Möller, Pressesprecher der Stadtreinigung Hamburg.

Was ist das Ziel?

Das Ziel der Waste Watcher ist es, erst einmal allen klarzumachen, dass das Wegschnippen von Abfall kein Kavaliersdelikt ist. Dabei steht die Strafe nicht im Vordergrund, sondern das Gespräch und die Gespräch. Die Waste Watcher selbst sagen auch, dass sie nicht gegen die Hamburger arbeiten wollen, sondern mit Ihnen. "Und für ganz Uneinsichtige haben wir dann immer noch Ordnungswidrigkeit / Bußgeld".

Wie weit dürfen Waste Watcher bei der Ahndung von Müllsündern gehen?

"Wir haben natürlich nicht die Kompetenzen, die ein Polizeibeamter hat. Wir dürfen also niemanden festhalten. Aber wenn es sehr kritisch werden sollte, können wir die Polizei um Hilfe bitten. Ansonsten haben wir auf jeden Fall die Kompetenz, jemanden anzuhalten, sofern wir eine Ordnungswidrigkeit feststellen konnten".

Eine typische Situation mit einem Waste Watcher

"Wenn wir beispielsweise jemanden ansprechen, der gerade ordnungswidrig eine Kippe auf die Straße geworfen hat, dann entschuldigt sich derjenige meist sofort und hebt die Kippe wieder auf. Meistens kriegen diejenigen sofort einen roten Kopf und sind einsichtig. Allein die Tatsache, dass da jemand uniformiert steht und allein die Möglichkeit im Raum steht, das es zur Ahndung einer Ordnungswidrigkeit kommen könnte - das spricht sich rum. Das ist die eigentliche Größe der Waste Watcher und nicht, dass man da sagt: ich könnte jetzt so und so viel Euro verhängen", erklärt Andree Möller.

Waste Watcher auch in anderen Städten?

"Wir stehen mit ganz vielen Städten und Gemeinden in Kontakt. Alle Abfallwirtschaftsbetriebe sind in der Regel Mitglied in einem bestimmten Verband. Da tauscht man sich aus und ich kann mir vorstellen, wenn es mal an der Zeit ist, eine Bilanz zu ziehen, dann könnte es die Waste Watchers bereits auch schon in anderen Städten geben", so der Pressesprecher der Hamburger Stadtreinigung.

Richtige Müllentsorgung

"Was man nicht darf, ist, einen vollen Müllsack einfach irgendwo hinzustellen. Das ist verboten. Auch neben der Mülltonne, wenn diese schon voll ist. Damit drückt man ja aus: "Leute, ich hab hier Müll und bezahle die Entsorgung nicht - das kann die Allgemeinheit übernehmen." Das geht aber nicht", erklärt uns Andree Möller.

Tipp bei überfüllten Papiertonnen

"Meistens muss man einfach nur gucken, ob die Papiertonne wirklich voll ist. Oft stopfen die Leute große Kartons in die schmalen Schlitze rein. Dann hält man die Tonne für voll, ist sie aber gar nicht. Der letzte muss halt immer ein bißchen drücken - das ist die goldene Regel beim Papierkontainer", so der Pressesprecher.



   

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