Weltkomplimente-Tag

Die Schwierigkeit ein Kompliment auch mal anzunehmen

weltkomplimente-tag © Fotolia/ mysi05
Ein kleines Kompliment für das heutige Outfit vom Kollegen – schon ist der stressige Alltag ein bisschen aufgelockert. Jeder freut sich über Komplimente, sie können unsere Stimmung erheblich verbessern und sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Trotzdem fällt es uns oft nicht ganz leicht, diese positiven Bemerkungen auch anzunehmen, ohne in Verlegenheit zu geraten.

EIN PERFEKTES KOMPLIMENT

Was macht ein gutes Kompliment aus? Es sollte vor allem nicht zu allgemein sein, verrät Ulrike Fuchs, Paartherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Schnell kann es so an Glaubwürdigkeit verlieren. Ein Kompliment zeichnet sich vor allem durch den persönlichen Bezug aus. Eine Person, von der man weiß, dass sie Angst hat vor Leuten zu sprechen, freut sich beispielsweise mehr über ein Lob für den gehaltenen Vortrag als über ein Lob für die Frisur. Auch sollte man nicht mit Komplimenten um sich werfen – sie sollen schließlich etwas Besonderes bleiben.

WARUM ES MANCHMAL SCHWIERIG IST

Woran liegt es nun, dass viele Menschen mit Unsicherheit auf Komplimente reagieren? Ulrike Fuchs sieht das Problem häufig im eigenen Selbstbewusstsein: Oft fühlen wir uns gar nicht berechtigt, ein Kompliment zu erhalten. Die eigenen besonderen Eigenschaften fallen uns gar nicht auf, mit einem Lob können wir uns also auch schnell überrumpelt fühlen. Im Vergleich zu Männern tun sich Frauen besonders schwer – sie sind tendenziell bescheidener als Männer. Viele reagieren peinlich berührt, lenken vom Thema ab oder sagen gar nichts.
Ein weiterer Punkt ist, dass Menschen in solchen Situationen das Gefühl bekommen können, sich nun beim Gegenüber mit einem Gegenkompliment revanchieren zu müssen. In solch einem Abhängigkeitsverhältnis fühlt man sich schnell unwohl.

KOMPLIMENTE RICHTIG ANNEHMEN

Ulrike Fuchs hat mehrere Tipps für den richtigen Umgang mit Komplimenten:
  • Ein Danke reicht: Bevor man mit Komplimenten zurückschießt, die weder ehrlich noch persönlich gemeint sind, ist ein kleines Dankeschön völlig in Ordnung. Es signalisiert, dass man sich über die Aussage freut und sie wertschätzt.
  • Unangenehmes einfach ansprechen: Fühlt man sich mit einem Kompliment unwohl, ist es kein Problem, dies auch zu verbalisieren. Man kann gerne andeuten, dass man überrascht ist und mit solch einem Kompliment gar nicht gerechnet hat. Ehrliche Verlegenheit ist somit weniger peinlich und kann durchaus sympathisch wirken.
  • Sich seiner eigenen Stärken bewusst sein: Ein gutes Selbstbewusstsein hilft, Komplimente anzunehmen ohne sie erstmal hinterfragen zu müssen!
Grundsätzlich gilt: Authentisch bleiben – wer ehrlich und spontan reagiert, macht nichts falsch!

KINDER DURCHSCHAUEN UNS SCHNELLER

Kindern können wir nicht so einfach mit unehrlich gemeinten Komplimenten kommen. Sie durschauen uns schneller als Erwachsene. Grund dafür ist, dass Kinder weniger verkopft sind – sie nehmen Komplimente anders auf, da sie noch nicht den stark rationalisierten Denkmustern der Erwachsenenwelt folgen. Während Erwachsene ein Kompliment ungeachtet hinnehmen und für bare Münze nehmen, verarbeiten junge Menschen diese ganz anders, da sie noch unbeeinflusster zu den eigenen Gefühlen stehen.



   

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