Wertvolle Tipps fürs Home-Office

Erfolgreiches Arbeiten von Zuhause

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Schon seit einigen Wochen arbeiten viele von uns im Home-Office. Eine große Umstellung vor alle! Was sich anfangs nach weniger Stress anhörte –immerhin klingelt jetzt der Wecker später, das Umziehen kann man sich auch sparen und die Kaffeemaschine ist ja auch nur wenige Meter entfernt-, das empfinden viele jetzt als richtige Belastung

Neue Routinen entwickeln

Die Expertin für Home-Office und Gründerin von GetRemote, Teresa Bauer sagt, dass die Selbstorganisation essentiell ist: „Deshalb ist es besonders wichtig sich gut zu strukturieren und neue Routinen zu etablieren und generell auf das Zeitmanagement zu achten.“ Die wichtigste Routine ist die am Morgen. Auch wenn es verlockend ist einfach im Schlafanzug zu bleiben und sich so an den Schreibtisch zu setzten; es ist nicht förderlich für den produktiven Arbeitstag. „Wenn Sie da schon immer mal Lust darauf hatten, dann gönnen Sie sich auch mal zwei oder drei, aber dann würde ich empfehlen sich ganz normal zu kleiden.“

Arbeitsweg simulieren

Eine gute Idee ist es, morgens eine kleine Runde an der frischen Luft zu drehen und den Arbeitsweg zu simulieren. Das Hilft, um einen klaren Beginn des Arbeitstages zu schaffen. Zudem tuen die Bewegung und die frische Luft gut.

Fester Arbeitsplatz

Es ist verlockend! Vielleicht den Laptop kurz mit in die Küche nehmen und während gefrühstückt wird schon die Mails checken. Oder doch die Sonne im Garten ausnutzen und dort arbeiten? Bauer sagt, dass das keine gute Idee ist und wir lieber am selben Ort arbeiten sollten. Zum einen verlegen wir dann nichts Wichtiges und alle Unterlagen sind an einem Platz, zum anderen ist auch das ein klares Signal für den Körper: ich sitze jetzt an meinem Arbeitsplatz und jetzt wird konzentriert gearbeitet.

Zeitmanagement

Ein großes Wort, aber gut zu schaffen! Mit zwei Tricks wird es einfacher den Tag zu strukturieren. Zum einen sollten Sie sich die Aufgabe, die Ihnen am wenigsten Freude bereitet direkt an den Anfang stellen. „Das hilft Ihnen ungemein im Zeitmanagement, denn wenn die nervigste Aufgabe bereits weg ist, dann geht alles andere einfach viel schneller“, so Bauer. Ein anderer Tipp ist das „Timeboxing“. Das Prinzip ist einfach und funktioniert ähnlich wie ein einfacher Stundenplan. Bestimmte Zeitfenster werden für bestimmte Aufgaben geblockt. „Das hilft Ihnen ungemein sich zu strukturieren und sich nicht mit verschiedenen Aufgaben zu verzetteln.

Wann mache ich Pausen und wie lange?

Während des Arbeitstages haben wir meistens ganz automatisch kleinere Pausen. Entweder beim Kaffeeholen in der Küche, oder dem Kollegen, der einen nach den Wochenendplänen fragt. Beim Homeoffice ist das nicht der Fall. Entweder wir sind zu oft abgelenkt und gehen mal wieder in die Küche, oder setzten zwischendurch noch kurz die Wäsche auf…was es auch sein mag, das Sie ablenkt, es macht Sinn diese Pausen bewusst zu planen. Teresa Bauer empfiehlt in Intervallen zu arbeiten. „Entweder 25 Minuten arbeiten und 5 Minuten Pause, oder 50 Minuten arbeiten und 10 Minuten Pause. In den Arbeitsphasen stehen Sie dann auch wirklich nicht auf und unterbrechen Ihre Arbeit auch nicht. Das wird Ihnen helfen effektiv zu arbeiten.“

Thema Mittagspause

Normalerweise machen wir unsere die Mittagspause gemeinsam mit den Kollegen in der Mensa oder draußen im Park. Bei vielen sieht das aktuell anders aus, denn im Home Office muss man sich irgendwie selber organisieren. Das Wichtigste hierbei ist nicht, wann sie eine machen, sondern ob. „Planen Sie sich bitte bewusst eine lange Mittagspause ein. Wir sind im Home-Office oft dazu verleitet pausenlos am Bildschirm zu sitzen.“

Organisation im Team

Es ist nicht einfach. Der Kollege/Die Kollegin sitzt nicht mehr neben einem und auch die wöchentlichen Meetings sind irgendwie unter den Tisch gefallen. Damit die Arbeit im Team langfristig gut funktioniert empfiehlt die Expertin: „Nehmen Sie sich Zeit die Erwartungen zu klären. Wie ist die Erwartung bezüglich der Erreichbarkeit, wie lange sollen die Antwortzeiten auf Emails dauern, wie wollen wir miteinander kommunizieren? Haben wir bestimmte Meeting-Strukturen? Denn nur wenn ein Konsens darüber herrscht, wie wir im Home-Office zusammenarbeiten wollen, dann kann es auch auf Dauer erfolgreich gelingen.“

Feierabend

Die 8 Stunden sind schon lange rum, aber irgendwie finden Sie keinen richtigen Abschluss. „Viele Mitarbeiter arbeiten im Home-Office mehr als im Büro. Geben Sie sich eine Zeitspanne und machen sie Feierabend zu einer bestimmten Zeit“, so Bauer. Kein Open End und auch kein kurzer Emails-Check nach dem Zähneputzen. Das ist nicht einfach, da uns die räumliche Trennung zum Büro und somit zur Arbeit fehlt. Aber auch hier gibt es einen einfachen Trick: wiederholen Sie ihren morgendlichen Spaziergang! Simulieren Sie wieder den Arbeitsweg. „Nachdem Sie den Laptop abends zugeklappt haben und eine Runde um den Block gelaufen sind, dann weiß der Körper einfach: Jetzt ist Zeit abzuschalten und jetzt habe ich Freizeit!“

Vorbereitung für den nächsten Tag

Bevor Sie sich in Ihren verdienten Feierabend begeben gibt es einen letzten Tipp von der Expertin: „Notieren Sie sich abends die drei Hauptpunkte, die Sie am nächsten Tag erledigt haben wollen.“ Der Vorteil davon ist, dass sie am Tag danach direkt starten können und nicht wertvolle Zeit durch eine Neuorientierung verschenken.

Nobody’s perfect

Selbst wenn Sie alle Tipps befolgen und Ihre eigene Routine etabliert haben, das Zeitmanagement im Griff haben und Ihre Pausen einhalten…selbst dann wird es auch schlechtere Tage geben. Aber natürlich gilt auch hier: nobody’s perfect! „Das Home-Office ist für viele von Ihnen eine neue Situation und manchmal klappt es nicht so wie geplant, aber das ist auch vollkommen okay so“, sagt Teresa Bauer. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall alles Gute für die Zeit im Home-Office. Machen Sie das Beste daraus und vor allem: bleiben Sie gesund!
   

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