Zehn Jahre nach Schlingensief - das Operndorf heute

Ein Blick auf eine von Schlingensiefs Visionen

zehn-jahre-nach-schlingensief-das-operndorf-heute © Hans Georg Gaul
Seit dem Tod von Christoph Schlingensief im Jahr 2010 hat sich viel verändert im Operndorf. Dort, wo früher nur Fundamente waren, stehen heute Schulen und eine Krankenstation.
Ein Dorf, das Hoffnung weckt, das war Christoph Schlingensiefs große Vision. Mitten in Afrika, nur rund 30 km von der Hauptstadt Ouagadougou entfernt, entsteht in Burkina Faso ein Dorf der ganz besonderen Art. Ein internationales Kunstprojekt, das Netzwerke schaffen und Wissen im afrikanischen Raum weitervermitteln soll.

Schlingensiefs Traum geht weiter

Nach seinem frühen Tod führt seine Frau Aino Laberenz seinen großen Traum weiter. Heute können hier Künstler aus aller Welt wohnen und sich mit afrikanischen Künstlern austauschen. Seit 2011 ermöglicht eine Kantine den Schülern und Mitarbeitern täglich eine warme Mahlzeit und sauberes Trinkwasser.

Selbst die Krankenstation hat einen besonderen Schwerpunkt; sie soll die Frauen von der Geburtsvorbereitung bis zur Entbindung unterstützen. Aber nicht nur das, den Kindern wird auch die Alltagshygiene wie beispielsweise das richtige Zähneputzen beigebracht.

»Was für eine Oper, wenn in der Krankenstation, die wir bauen wollen, ein neugeborenes Kind schreit.«
- Christoph Schlingensief

Das Operndorf ist seit letztem Jahr fester Kooperationspartner des EFFO-Projekts am Robert Koch-Institut. Dieses Programm soll die gesundheitliche Aufklärung bei Hygiene fördern und bei der Weiterbildung des medizinischen Personals im Umgang mit Krankheiten wie Corona- und Ebolaviren helfen.

Doch neben Schule gibt es auch Freizeit. So gibt es für die Kinder seit 2019 ein Kinderfilmfestival. Dort werden Filme aus dem afrikanischen Raum gezeigt oder es werden Regisseure und Filmschaffende eigeladen. Die Kinder können Fragen stellen und so spielerisch lernen.

Das Festspielhaus   

Geplant ist auch ein Festspielhaus, als Mittelpunkt des Operndorfes, aufgebaut wie ein Schneckenhaus von Innen nach Außen ausgebaut. Nicht nur Film-, Theater- und Opernvorführungen sollen hier stattfinden, es soll auch ein Treffpunkt für die Bewohner darstellen. Der bereits bestehende Festplatz, der vor dem zukünftigen Festspielhaus liegt, ist schon jetzt ein Ort für viele Veranstaltungen.


(E. Berger)
   

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