Zum Geburtstag Alfred Nobels

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Er gründete den Nobelpreis – aus schlechtem Gewissen allerdings. Heute vor 185 Jahren wurde der schwedische Erfinder Alfred Nobel geboren.

Der Erfinder des Dynamits

„Der Inhalt der Physik geht die Physiker an, die Auswirkung alle Menschen“ so heißt es in Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“. Ähnliches muss sich Alfred Nobel gedacht haben. Der schwedische Chemiker erfindet das Dynamit und ist später selbst bestürzt darüber, welche Auswirkung diese Erfindung auf die Menschheit hat. Unter anderem wird er in der Presse der „Kaufmann des Todes“ bezeichnet. Um Abbitte zu leisten, ruft er eine Stiftung ins Leben, mit der jene ausgezeichnet werden sollen, „die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht haben“.

Jugend

Alfred Nobel kam am 21. Oktober 1833 in Stockholm zur Welt. Im Alter von 17 konnte er bereits fünf Sprachen fließend sprechen: Schwedisch, Russisch, Deutsch, Englisch und Französisch. Nobel studierte Chemie und Physik, war aber auch der Literatur sehr zugetan. Er reiste als junger Mann durch Europa und die USA. Dort lernte er einen Sprengstoff kennen, den ein US-Amerikaner drei Jahre zuvor entdeckt, sich damit aber aufgrund der hohen Instabilität nicht weiter befasst hatte: das Nitroglycerin.

Nobel und das Nitroglycerin

Nobel experimentierte in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts intensiv am Nitroglycerin, wobei es zu zahlreichen Unfällen kam. Einer davon kostete seinem älteren Bruder Emil das Leben. Die Experimente fanden meist in Deutschland statt, denn die schwedischen Behörden verboten Nobel aufgrund der Gefährlichkeit, innerhalb von Stockholm am Nitroglycerin zu forschen. Schließlich gelang es Nobel, eine Initialzündung für den Sprengstoff zu entwickeln.

Das Dynamit

Ob es nun tatsächlich ein Unfall war – was Nobel sein Leben lang bestritt: 1866 entdeckte der Chemiker das optimale Mischungsverhältnis von Nitroglycerin und Kieselgur, welche den hochempfindlichen Sprengstoff handhabungssicher machte. Er nannte diese Mischung Dynamit und meldete das Patent darauf an. Die Nachfrage am Sprengstoff war enorm und Nobel wurde innerhalb kürzester Zeit schwerreich und sogar zu einem der wohlhabendsten Menschen seiner Zeit.

Gewissensbisse

Das Dynamit fand weltweit großen Absatz – und Nobel sah sich damit konfrontiert, der Welt eine Erfindung gegeben zu haben, die „mehr Menschen schneller als jemals zuvor töten“ konnte, wie in der Presse über ihn geschrieben wurde. Die Vorstellung, der Nachwelt als „Kaufmann des Todes“, wie er ebenfalls bezeichnet wurde, in Erinnerung zu bleiben, veranlasste ihn, eine Stiftung zu gründen, der er fast sein gesamtes Vermögen zur Verfügung stellte.

Der Nobelpreis

In seinem letzten Lebensjahr überließ Alfred Nobel den allergrößten Teil seines Vermögens einer Stiftung. Aus den Zinsen des Geldes sollten jährlich jene ausgezeichnet werden, die der Menschheit den größten Nutzen erbracht haben. Der Preis wurde auf den Gebieten Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur oder Frieden vergeben. Nobel selbst war Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften und wollte, dass der Preis von jener Akademie vergeben würde.
Schließlich wurde im Jahr 1900, vier Jahre nach Nobels Tod, die Nobel-Stiftung gegründet. 1905 wurden erstmals Preise verliehen.

Nobel als Autor

Neben seiner Tätigkeit als Erfinder, mit der er heute vor allem in den Geschichtsbüchern steht, hat Nobel sich auch mit Literatur beschäftigt. Er schrieb Gedichte und Novellen, in seinem letzten Lebensjahr schließlich auch ein Theaterstück.

   

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