Zum Geburtstag Johann Sebastian Bachs

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Bachs Musik ist himmlisch. Zu seinem 334. Geburtstag zeigen wir Ihnen: auch der göttliche Bach war ganz von dieser Welt.

Harte Kindheit

Als Junge muss Johann Sebastian schon schwere Schicksalsschläge ertragen. Beide Eltern sterben, als er zehn Jahre jung ist, und fortan wird Johann von einem seiner älteren Brüder erzogen, der als Organist arbeitet. Er bringt Johann sein Wissen bei, allerdings ist er in seiner Erziehung auch recht streng. Viele Noten enthält er dem jungen Johann vor. Nicht selten klaute Johann nachts genau diese Noten, die er eigentlich noch nicht spielen durfte, und schrieb sie heimlich ab.


Statue von Johann Sebastian Bach in seiner Heimat Eisenach © Pixabay

Arnstadter Flegeljahre

Mit achtzehn Jahren bekommt Johann seine erste Anstellung als Organist: In Arnstadt arbeitet er an der Bonifatiuskirche und verdient eine ansehnliche Summe Geld für sein Alter. 80 Gulden im Monat (umgerechnet etwa 3500 Euro pro Monat) bekommt er dort. Allerdings befindet sich Bach noch in seiner Sturm und Drangphase. In Arnstadt wird er besonders oft vorstellig im Arnstadter Konsistorium, um sich für seine Machenschaften zu rechtfertigen: Einmal, weil er sich mit einem seiner Schüler duelliert, einmal, weil er seinen genehmigten Urlaub von vier Wochen um auf drei Monate ausdehnt, um sein großes Vorbild Dietrich Buxtehude in Lübeck zu sehen, und auch, weil er einmal während eines Gottesdienstes im Weinkeller verschwand…

Bach in Köthen

Seine erste Anstellung als Konzertdirigent bekommt Johann Sebastian Bach beim jungen Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen. Dort leitet er das Hoforchester und schreibt weltliche Musik, viele seiner schönsten Konzerte wurden zum Anlass von Feierlichkeiten auf dem Hofe komponiert – wie etwa seine wunderschönen sechs Brandenburgischen Konzerte.


Schloss Köthen





Hamburg zu teuer

Fast wäre Johann Sebastian Bach 1720 nach Hamburg kommen, um als Organist an der Hauptkirche St. Jacobi zu arbeiten. Dafür hätte er allerdings eine kleine „Spende“ von bescheidenen 4000 Mark an besagte Kirche abgeben müssen, die er sich nicht leisten konnte. Statt Johann Sebastian Bach wurde nun Johann Joachim Heitmann Organist, von dem gesagt wurde, er könne „besser mit Talern als mit den Fingern präludieren“. So ging Hamburg einer der größten Komponisten der Welt durch die Lappen.

Thomaskantor in Leipzig

Bach ging stattdessen nach Leipzig, wo er als Thomaskantor die Stadt Woche für Woche mit seinen Kantaten beglückte. Die Zeit in Leipzig erwies sich für Johann Sebastian Bach als eine fruchtbare Zeit für die geistliche Musik. Jede Woche schrieb er für die Leipziger Gottesdienste herrliche Musik. In dieser Zeit entstehen seine Johannespassion, seine Matthäuspassion, sein Weihnachtsoratoirum und  seine h-moll-Messe.


Thomaskirche Leipzig
 

Mehrfach-Papa

Bach war nicht nur in Sachen Musik äußerst eifrig bei der Sache. In seinen zwei Ehen zeugte Johann Sebastian Bach zwanzig Kinder. Durch die damalige hohe Kindersterblichkeit konnte Bach leider nur sechs Söhne und vier Töchter groß werden sehen. Vier seiner Söhne wurden selbst später bekannte Komponisten.

Bach als Geheimtipp

Heute ist es unvorstellbar, doch zu seiner Lebenszeit war Johann Sebastian Bach nicht besonders berühmt. 1750 stirbt er, kurz vorher war er erblindet, und kurz vorher diktiert er seinem Schwiegersohn noch seine letzte Komposition: „Vor deinen Thron tret ich hiermit“. Nach seinem Tod geraten seine Werke zunächst völlig in Vergessenheit. Erst 100 Jahre später entdeckt man seine Musik wieder. Maßgeblich ist daran der Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy beteiligt. 1829 entdeckt und führt er Bachs Matthäuspassion auf – damals ist er selbst 20 Jahre alt – und leitet damit eine wahre Barock-Renaissance ein. Heute gibt es kaum einen Musiker, der Bach nicht als vollendeten Komponisten verehrt.



 

   

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