Zum Geburtstag von Charles Gounod

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Heute vor 125 Jahren wurde einer der brillantesten französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts geboren.

Held der französischen Romantik

Er spielte in der Liga von Kollegen wie Jules Massenet oder dem heute in Vergessenheit geratenen früheren Superstar Giacomo Meyerbeer. Mit Werken wie „Romeo und Julia“ oder „Faust“ hält er bis heute einen festen Platz in den Opernhäusern. Er gehört zu den Vertretern der Opéra lyrique, von seinen zwölf Opern werden die meisten heute allerdings nicht mehr aufgeführt.

Entscheidung für die Musik

Charles Adoptiveltern gaben die künstlerische Richtung vor: sein Vater war ein Maler, die Mutter wiederum Pianistin. Er wächst in Paris auf, und als er dort im jungen Alter die Rossini-Oper „Othello“ hört, entschließt er, der Musik den Vortritt zu geben. Mit zwölf Jahren komponiert er bereits, einige Jahre später studiert er am Pariser Conversatoire.

Aufenthalt in Italien

Als Gounod einen renommierten Musikpreis gewinnt, den Prix de Rome, reist er nach Italien und lebt für einige Monate in der Villa Medici. In dieser Zeit entwickelt er ein besonderes Interesse für die italienische Hauptstadt. Als er 21 Jahre alt ist, entschließt er sich, in Italien Musik zu studieren. Während seiner Zeit außerhalb von Paris lernt er unter anderem Felix Mendelssohn-Bartholdy und dessen Schwester Fanny kennen.

Charles Gounod war sehr gläubig, und neben seiner Liebe zur Musik hatte er stets den Wunsch, Priester zu werden. Als er wieder in Paris eintrifft wird Gounod Kirchenkapellmeister der Kirche der Missions Ètrangéres. Die nächsten zwei Jahre studiert er Theologie und lebte bei den Karmeliten, um sich dort aus das Priesteramt vorzubereiten. Zwar bricht er sein Studium wieder ab, weil sein Drang, zu komponieren, stärker ist, dennoch unterzeichnete er sein Leben lang Briefe häufig als „l’abbé Gounod“, der Anrede für katholische Diözesanpriester.


Opernphase

Im Alter von 33 Jahren  gelingt Gounod der Durchbruch als Komponist mit seiner Oper „Faust“. Weitere besonders erfolgreiche Opern sind die Werke „Mireille“ und „Romeo et Juliette“.


Rückkehr zur Kirchenmusik

Erst im Alter findet Gounod wieder zur Kirchenmusik mit zahlreichen Oratorien, mit denen er zu Lebzeiten sehr erfolgreich ist, welche durch seinen lyrischen Stil nach seinem Tod auch schnell wieder in Vergessenheit geraten. In dieser Zeit schreibt Gounod ebenfalls einige Requien, Motetten und die „Messe de sainte Cécile“.

Besonders bekannt ist Gounod für seine Komposition, die heute meist als „Ave Maria von Bach/Gounod“ bezeichnet wird. Eine Komposition, in der er Johann Sebastian Bachs Präludium C-Dur aus dem ersten Teil des „Wohltemperierten Klaviers“ eine Melodie für Violine und Klavier schreibt und mit dem Text des Ave Maria unterlegt.



Zu seinen späten Opern gehören Werke wie „Cinq Mars“ oder „Le tribut de Zamora“, mit denen er nicht so erfolgreich war wie in seinen früheren Jahren.

   

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