Zum Geburtstag von Otfried Preußler

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„Krabat“, „Der Räuber Hotzenplotz“ oder „Das kleine Gespenst“ – das sind drei seiner vielen beliebten Kinderbücher. Heute wäre der Autor 95 Jahre alt geworden.

Internationaler Erfolg

In mehr als 50 Sprachen wurden seine 32 Bücher übersetzt. Otfried Preußler ist damit einer der weltweit bekanntesten deutschsprachigen Autoren für Kinder- und Jugendbücher. Mit vielen davon sind wir aufgewachsen, seine eigene Kindheit und Jugend fiel in eine schwere Zeit.

Preußlers Kindheit und Jugend

1923 wird Otfried Preußler im nordböhmischen Reichenberg geboren. Seine Eltern waren Lehrer und hatten zu Hause eine riesige Bibliothek angelegt, in der Otfried als Kind gerne las. Auf Wanderungen durch die Wälder der Region erzählte Otfrieds Vater gerne Märchen und Sagen aus ihrer Heimat, genauso wie Otfrieds Großmutter, die sich Geschichten ausdachte und ihrem Enkel erzählte.

In Reichenberg machte Otfried 1942 während des Zweiten Weltkriegs das Abitur. Anschließend wird im Alter von 19 Jahren zum Kriegsdienst eingezogen und kämpft an der Ostfront. Mit 21 Jahren gerät er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, in der fünf Jahre bleiben sollte, eine Zeit, über die er in seinem Leben kaum gesprochen hat. Er lebt in verschiedenen Gefangenenlagern in der tartarischen Republik und leidet in dieser Zeit an Typhus, Malaria und Fleckfieber. Als er mit 26 Jahren wieder entlassen wird, wiegt er nur noch 41 Kilogramm.

Neue Heimat in Bayern

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs findet er eine neue Heimat im bayerischen Rosenheim, gemeinsam mit seinen Angehörigen. Seine Jugendliebe Annelies Kind findet er dort ebenfalls wieder, die kurze Zeit später heiraten. Den Lebensunterhalt verdient Preußler als Lehrer an einer Volksschule im Ort.

Karriere als Kinder- und Jugendbuchautor

16 Jahre lang bleibt er an der Schule in Rosenheim und schreibt währenddessen seine Geschichten, die ihn berühmt machen. Der erste große Erfolg gelingt ihm 1956 mit „Der kleine Wassermann“. Kurze Zeit später veröffentlicht er „Die kleine Hexe“. In den 60er Jahren begeistert er seine Leser mit der Geschichte über den „Räuber Hotzenplotz“. Seine Motivation ist, den kindlichen Optimismus zu stärken. In seinen Geschichten würde keine heile Welt dargestellt werden, wie Preußler dazu sagte, aber Geschichten, die in der Hoffnung erzählt werden, dass die Welt heilbar sei.

Krabat

Ab 1970 widmet sich Preußler vollständig dem Schreiben und verfasst Kinder- und Jugendbücher, Hörbücher, Theaterstücke und Essays. Mit dem Jugendbuch „Krabat“, das er 1971 veröffentlicht und nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von vielen Erwachsenen mit Begeisterung gelesen wird, gelingt ihm sein wohl größtes Meisterwerk.

Im Buch bezieht Preußler sich auf eine sorbische Volkssage über Krabat, einem Sterblichen, der in Besitz von Zauberkräften gelangt. Anstatt sich aber dem Bösen hinzugeben, versucht Krabat, seine Kräfte für das Gute einzusetzen. Zehn Jahre lang schrieb Preußler an diesem Buch.

   

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