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Musiktheorie: Was ist eine Kadenz?

In unserer Rubrik Alltagswissen beantworten wir jede Woche eine musikalische Frage nicht nur on air, sondern auch hier zum Nachlesen.

Die Kadenz ist eine Abfolge bestimmter Akkorde. Sie bildet eine Basis für viele Stücke und hilft bei der Improvisation. Mit dem Gerüst der Kadenz kann man im Prinzip Abwandlungen spielen und weiß, dass so gut wie alles erstmal gut und richtig klingt. Allgemein besteht sie nur aus drei Akkorden. Und zwar dem ersten der jeweiligen Tonart, genannt Tonika, dem vierten, der Subdominante und dem fünften, der Dominante. In C-Dur wären das also C, F und G und das klingt so:

Kadenz in C-Dur alle Akkorde in Grundstellung

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Mozart, Bach & Co. nutzten schon Kadenzen

Und damit kann man jetzt spielen, damit es nicht so gleichförmig klingt. Im Jazzbereich wird häufig anstatt des ersten, vierten und fünften Akkords, der zweite fünfte und erste verwendet. Ebenfalls beliebt ist eine Kadenz aus vier Akkorden und natürlich gibt es auch moll-Kadenzen.

Neu ist die Nutzung der Kadenzen überhaupt nicht. Schon Bach, Mozart und Co verwendeten diese musikalischen Werkzeuge, was sie im Prinzip sind. Oft hört man die Kadenzen bei ihnen am Schluss, denn bis zum 18. Jahrhundert war eine Kadenz die Schlussformel eines Stücks. Allerdings verpacken die Komponisten sie so virtuos, dass uns das meistens gar nicht auffällt.

Gute Frage! Ohrners Alltagswissen mit Thomas Ohrner hören Sie jeden Morgen um 11:40.

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(11.04.2021 / A. Baumgart)