Bach trifft Breakdance: "Flying Bach"

Erfolgsstory seit 10 Jahren:Bach trifft Breakdance: "Flying Bach"

Breakdance und Bach! Passt nicht zusammen, möchte man meinen! Passt doch, zeigt die Tanzshow "Flying Bach" - seit 10 Jahren.

Die Flying StepsFoto: © RedBullContentpool_CarloCruz

Erfolgskombination: Urbaner Tanz & Klassik

Dabei tanzen Breakdancer zu Johann Sebastian Bachs Wohltemperierten Klavier und gehen weltweit auf Tour. In diesem Jahr feiern sie bereits ihr 10-jähriges Jubiliäum. Doch was ist Ihr Erfolgsrezept? "Der Urbane Tanz in den verschiedenen Stilrichtungen und klassische Musik sind jeweils eine Kunst für sich. Wenn man das zusammenbringt, kommt etwas ganz eigenes heraus. Durch dieses Cross-Over erreicht man ganz unterschiedliche Menschen: von jung bis alt, vom Breakdance-Fan bis zum klassischen Kunstliebhaber", erklärt Niranh Chanthabouasy, einer der Breakdancer der ersten Stunde.

Körper-Komposition statt Tanz zur Klassik

Als "Flying Bach" vor ca. 10 Jahren startete, gab es ja kaum solche "Cross-Over-Projekte". Mittlerweile sieht das anders aus: ob mit Beethoven, Mozart oder eben Bach, oft werden die großen Komponisten der Klassik mit Musik und Tanz aus anderen Stilrichtungen vermischt. Allerdings gibt es da einen entscheidenden Unterschied, unterstreicht Niranh Chanthabouasy: "Das Besondere ist, dass wir nicht nur zu Bach tanzen, sondern sozusagen die Noten übersetzen, so wie das Stück geschrieben ist."

So begann alles:

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

"Die Kunst ist für alle da"

Seit zehn Jahren nun sind die "Flying Steps" mit ihrer Erfolgsshow "Flying Bach" unterwegs. Dabei haben sie viele lustige, schöne und bewegende Dinge erlebt. Niranh Chanthabouasy bleibt dabei auch ein Besuch in Linz  vor einigen Jahren in Erinnerung. Sie waren zu einem Anlass gebucht, bei dem das Publikum vor allem aus höheren Gesellschaftsschichten bestand und dementsprechend gekleidet war. Die Performance fand allerdings Open Air statt und davon profitierte auch ein Autonomes Zentrum in der Nachbarschaft. Dessen Besucher konnten vom Garten aus ebenfalls zusehen. "Da hatte man die zwei unterschiedlichen Welten vor der Bühne und alle hatten Spaß, sich die Vorstellung anzusehen. Es war für mich sehr schön zu sehen: 'Egal woher man kommt und was man macht, die Kunst ist für alle Menschen da.'"

"Flying Bach" bringt Generationen zusammen

Tatsächlich ist auch bei allen anderen öffentlichen Vorstellungen das Publikum bunt gemischt: "Von klein bis groß. Die Großeltern kommen wegen der Musik und die Kinder und Kindeskinder wegen des Tanzes, weil sie sehen wollen, wie das funktioniert. (...) das bringt Generationen zusammen", fasst Niranh Chanthabouasy zusammen. Die letzte Vorstellung der Jubiläumstour ist an diesem Wochenende. Doch natürlich gehen die "Flying Steps" auch danach weiter auf Tour mit "Flying Bach". Alle Infos auf ihrer Homepage.

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Warum Ihre Tomaten Bach lieben
Musik im Garten

Musik im Garten
Warum Ihre Tomaten Bach lieben

In der Toskana läuft seit zehn Jahren ein Experiment: Forscher der Universität Florenz lassen Weinreben Mozart und Vivaldi hören – mit eindeutigem Ergebnis: Die Trauben schmecken besser, die Reben tragen mehr Laub. Was bei Pflanzen funktioniert, wirkt erst recht beim Menschen: Musik senkt den Blutdruck, reduziert Stress und macht Ihren Garten zu einem Ort, an dem Entspannung gedeihen kann. Wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Sensationsfund in College-Archiv: Unbekanntes Werk von Vaughan Williams entdeckt
Ausschnitt Before the Mirror

Sensationsfund in College-Archiv: Unbekanntes Werk von Vaughan Williams entdeckt

Fast sieben Jahrzehnte nach dem Tod von Ralph Vaughan Williams sorgt ein spektakulärer Archivfund in London für Aufsehen: Ein bislang unbekanntes Lied des britischen Komponisten ist im Morley College aufgetaucht. Das Manuskript eröffnet nicht nur einen seltenen Blick auf die frühen Jahre Vaughan Williams’, sondern erinnert auch daran, dass selbst die Musikgeschichte noch Überraschungen bereithält.

"Ein bisschen Wasser hält das Cello schon aus": Cellistin auf ungewöhnlicher Fahrradtour
Celloradeln

"Ein bisschen Wasser hält das Cello schon aus": Cellistin auf ungewöhnlicher Fahrradtour

Mit dem Fahrrad, einem Cello im Anhänger und jeder Menge guter Laune fährt die Cellistin Katja Zakotnik quer durchs Ruhrtal. Auf ihrer Tour de Cello legt sie fast 300 Kilometer zurück und bringt klassische Musik an Orte außerhalb der Konzertsäle – auf Wiesen, in Industriehallen oder mitten unter Menschen, die zufällig stehen bleiben und zuhören.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national