Barock, Beatles & Breakdance

Barock, Beatles & Breakdance

Es ist eines der größten Musik-Festivals Europas: das Gstaad Menuhin Festival & Academy in der Schweiz. In diesem Jahr unter dem Motto “Transformation”. Das heißt: raus aus den klassischen Konzertformen!

Barock, Beatles & Breakdance

Mozart & Breakdance

So setzt das Gstaad Menuhin Festival & Academy u.a. auf neue Formate, z.B. die „Trans-Classics“. Dabei geht es um zehn Konzerte, die neue Darbietungsformen und verschiedene Stilkombinationen präsentieren, erklärt Intendant Christoph Müller: „Da spielt z.B. Gitarrist Milos Barockmusik und Beatles, begleitet von einem Kammerorchester oder ein Barockensemble, das “Jupiter-Ensemble" aus Paris spielt Musik von englischen Songwritern aus dem 16. Jahrhundert bis hin zu Bob Dylan oder die Elemente „Tanz“ werden im selben Programm vom Barock bis zum HipHop durchgespielt und Mozart dient als Grundlage einer Breakdance-Show. Das schönste Beispiel ist aber jenes eines Streichquartetts, das im ersten Teil ein Schostakowitsch-Quartett spielt, danach über Jazz- und Rockstandarts improvisiert, bevor ein DJ übernimmt und das Ganze in einer Party endet.

Bergpanorama und Stars

Das Motto wird aber nicht nur inhaltlich, sondern auch örtlich umgesetzt, so geht es zum Beispiel hoch in die Berge, wo man Gustav Holsts Orchestersuite „Die Planeten“ lauschen kann. Neben zahlreichen vielversprechenden Talenten, die das Programm des Gstaad Menuhin Festival & Academy bereichern, ist natürlich auch wieder das Staraufgebot groß: „Highlights sind zweifellos Jonas Kaufmann mit Camilla Nylund als Tristan und Isolde, Julia Fischer zu Beginn mit einer tollen Kammermusikresidenz, Hélène Grimaud spielt drei Konzerte, die Klavierstars Andras Schiff, Yuja Wang, Jan Lisieki mit Recitals und, da bin ich besonders stolz, das London Symphony Orchestra mit Sir Antonio Pappano mit zwei Konzerten“, zählt Christoph Müller auf. Sein persönliches Highlight verrät er ebenfalls: „Unser eigenes Orchester, das „Gstaad Festival Orchestra wird unter dem energiegeladenen Dirigenten Jaap van Zweden, Bruckners Siebte dirigieren. Es ist meine persönliche Lieblingssinfonie der Spätromantik mit einer ewig langen Cellosolo zu Beginn. Da schlägt mein Herz als Cellist natürlich höher. Und das Orchester spielt zurzeit atemberaubend gut. Darauf freue ich mich ganz besonders." 

Mit Mut neues Publikum gewinnen

Doch zurück zum Motto „Transformation“ und den „Trans-Classics“ im Programm. Damit soll auch neuem Publikum der Zugang erleichtert werden und  - mit etwas Glück - sorgt diese erste, positive Erfahrung dann für ein weiteres Interesse für die Klassik. Diese Erfahrung hat man beim Gstaad Menuhin Festival & Academy schon machen können. „Es ist enorm wichtig, finde ich, diese Transformation der Konzertformen voranzutreiben. Das heißt nicht, dass die traditionellen Konzertformen ausgedient haben. Aber wir Veranstalter müssen einfach offener, mutiger und beweglicher agieren", erklärt Intendant Christoph Müller und geht mit dem diesjährigen Programm mit gutem Beispiel voran. Alle Infos auf der Website des Gstaad Menuhin & Academy

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