Der Komponierendenwettbewerb: INK STILL WET

Wo Ideen Flügel bekommen:Der Komponierendenwettbewerb: INK STILL WET

INK STILL WET begleitet Nachwuchskomponierende von Partitur bis Uraufführung, ermöglicht Perspektivwechsel und ist für Publikum offen.

Der Komponierendenwettbewerb: INK STILL WETFoto: Alexander Haiden

Bewerbungen aus der ganzen Welt

64 Bewerbungen von Nachwuchskomponist*innen aus aller Welt sind in Grafenegg in Niederösterreich eingetrudelt: alle wollten dabei sein, beim INK STILL WET, dem Komponistenworkshop im Rahmen des Grafenegg Festivals. "Interessenten bewerben sich mit 2 Minuten auskomponiert einer Partitur, idealerweise einer neuen Komposition. Mit Konzept darf das ganze insgesamt sieben Minuten dauern", erklärt Magdalena Klamminger, die Leiterin des Campus Grafenegg, dem edukativen Programm des Grafenegg Festivals. Daraus wurden nun fünf Teilnehmer ausgewählt. 

Zwei in Einem

Sie erwartet ein zweiphasiger Workshop. In der ersten Phase werden "die eingereichten Partituren analysiert, Konzepte besprochen, es gibt z.B. einen Workshop mit den Stimmführerenden des Orchesters, um dort mögliche Probleme in der Stimmführung abzuklären, Herausforderungen beim Einsatz der Instrumente. Also da auch während der Komposition schon der Austausch mit den Musikern, die das Werk dann zur Uraufführung bringen werden, was natürlich enorm wertvoll ist", erläutert Magdalena Klamminger. 

Bekanntgabe der Teilnehmenden

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Inspiration durch Perspektivwechsel

Im zweiten Teil, der im August stattfinden soll, dreht sich dann alles um die bevorstehende Uraufführung der Werke. Das Besondere: die jungen Komponierenden sind selbst aktiv daran beteiligt: sie stehen am Dirigentenpult. Nicht, damit sie etwa den Beruf wechseln wechseln, sondern für einen Perspektivwechsel, erklärt Magdalena Klamminger: "Weil das natürlich einen ganz anderen Blick aufs Schaffen bringt, wenn man nicht nur der ist, der vielleicht auch kritisch dem Orchester oder dem Dirigenten/der Dirgentin gegenübersteht, sondern selbst in dieser Situation ist, dann bringt das einen ganz anderen Blick auf das eigene Werk."

Publikum erwünscht

Besonders ist auch, dass nicht nur die Uraufführung der Werke in Form eines kostenlosen Konzerts für Publikum geöffnet ist, sondern auch fast alle Workshops. So können Interessierte, aber auch Bewerber*innen, die nicht angenommen wurden, hautnah dabei sein und den Komponist*innen über die Schulter sehen.

Neue Impulse statt alter Dinge

INK STILL WET hat den Namen übrigens dem österreichischen Komponisten HK Gruber zu verdanken. Er hat den Workshop ins Leben gerufen und stark geprägt. Er meinte, es gehe darum, an Werken zu arbeiten, an denen die Tinte noch ganz frisch sei. Es gehe nicht darum, alte Dinge aufzuwärmen, sondern darum gemeinsam Werke zu schaffen und Impulse zu geben, so lange die Tinte noch nass sei.

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