Die komplette Oper „Hänsel und Gretel“ am Sonntag live bei Klassik Radio

Sonntags-Special Die komplette Oper „Hänsel und Gretel“ am Sonntag live bei Klassik Radio

Die Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck gehört einfach zu Weihnachten dazu. Am Sonntag können Sie die ganze Komposition um 15 Uhr hier bei Klassik Radio genießen. 

Die komplette Oper „Hänsel und Gretel“ am Sonntag live bei Klassik RadioFoto: Adobe Stock

Das Märchen „Hänsel und Gretel“

Es gehört wohl zu den beliebtesten und bekanntesten Märchen aller Zeiten und wir behaupten mal ganz frech, dass auch Sie in Ihrer Kindheit das Märchen „Hänsel und Gretel“ erzählt bekommen haben. Die böse Stiefmutter, die dafür sorgt, dass sich die armen Geschwister verlaufen, das Pfefferkuchenhaus, von dem wir alle gerne mal naschen würden und natürlich die böse Hexe, die uns allen die Haare im Nacken aufgestellt hat. Geschrieben wurde das Märchen von den Brüdern Grimm, besser gesagt von Wilhelm Grimm im Jahr 1810. In einer Anmerkung von 1856 vermerkt er, dass die Erzählung auf verschiedene Geschichten aus Hessen zurückgeht. Er erwähnt, dass in Schwaben das Zuckerhaus von einem Wolf bewohnt wird. In Bezug auf den Ursprung des Märchens zitiert er zahlreiche weitere Werke und Autoren. Von dem Grimm-Märchen gibt es nicht nur eine Fassung. Im Vergleich zur Originalhandschrift von 1810 ist die Erstveröffentlichung 1812 vor allem in den Hexenhausszenen detaillierter. Die Namen der Kinder wurden entsprechend dem neuen Titel in die Geschichte integriert und die tiefe Religiosität der Volksfrömmigkeit fand Eingang in den Text. Ab der zweiten Auflage wird die Geschichte weiter ausgeschmückt: Der Vater täuscht Axtschläge vor, ein weißer Vogel führt die Kinder zum Hexenhaus und eine weiße Ente bringt sie sicher nach Hause. Ab der fünften Auflage wird die Stiefmutter durch ähnliche Redewendungen mit der Hexe gleichgesetzt. Ab der sechsten Auflage wird die Hexe genauer charakterisiert, ihre roten Augen und ihre feine Witterung, ähnlich wie Tiere, werden hervorgehoben.

Die Oper „Hänsel und Gretel“

Auch die klassische Musik war von dem Märchen beeindruckt und viele von uns kennen die dazugehörige Oper von Engelbert Humperdinck. In den meisten Opernhäusern ist die Oper in der Weihnachtszeit nicht von der Bühne wegzudenken.

1893 wird Hänsel und Gretel in Weimar uraufgeführt. Am Pult: Niemand geringeres als die Komponisten- Legende Richard Strauss. Die Märchenoper wird direkt ein Hit.  Schon im ersten Jahr wird "Hänselund Gretel" auf mehr als 50 Opernbühnen gespielt. Bis heute wurde kaum eine andere Oper in so viele Sprachen übersetzt. Musikalisch setzt Engelbert Humperdinck auf Altbewährtes: Er verwendet gleich 3 deutsche Volkslieder:  "Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh", "Ein Männlein steht im Walde" und "Brüderchen, komm tanz‘ mit mir" 

Die Oper wurde zum Synonym für den ersten Opernbesuch im Familienkreis geworden. Dass die Oper gerade zur Weihnachtszeit so beliebt ist, liegt vermutlich an ihrer Erzählung von Entbehrung, Hunger und dem Sehnen nach Reichtum und sie beinhaltet eine klare Moral: „Wenn die Not am größten ist, reicht Gott uns die Hand!“.

Am Sonntag, den 17. Dezember 2023 erleben Sie die Oper in voller Länge bei Klassik Radio. Wir freuen uns, mit Ihnen am Sonntag um 15.00 Uhr ein wenig vom Pfefferkuchenhaus zu naschen.

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