Einer der größten deutschen Komponisten aller Zeiten – eigentlich ein Spanier?

Einer der größten deutschen Komponisten aller Zeiten – eigentlich ein Spanier?

Heißblütiges Temperament und Flamenco auf der einen Seite, Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein und Blasmusik auf der anderen. Auch wenn sich Spanien und Deutschland im EM-Viertelfinale auf dem Spielfeld gegenüberstehen, verbindet unsere beiden Länder doch mehr als man meinen möchte. Auch musikalisch.

Spanischer BeethovenFoto: Canva Magic Media

Ludwig van Beethoven, eines der größten deutschen Musikgenies aller Zeiten, hatte schon immer einen besonderen Bezug zum Staat auf der Iberischen Halbinsel: Nicht nur wurde ihm ein äußerst „südländisches Temperament“ nachgesagt, auch seine einzige Oper „Fidelio“ spielt in Spanien.

Und das könnte einen ganz besonderen Grund haben, wie Musikforscher aus Madrid herausfanden: War Beethoven etwa Spanier? So soll die in den Pyrenäen geborene Maria Josefa Poll während des Spanischen Erbfolgekrieges nach Deutschland ausgewandert sein, um dort Beethovens Großvater Ludwig kennen und lieben zu lernen.

Das würde die enge Verbundenheit der Spanier zu dem weltberühmten Komponisten erklären. Schon zu Beethovens Lebzeiten waren seine Stücke dort erfolgreiche Hits und zu seinem 250. Geburtstag im Jahr 2020 wurde ihm von der Spanischen Post eine eigene Sonder-Briefmarke gewidmet.

Viel weiß man über die Vorfahren Ludwigs nicht, und so halten sich hartnäckig die Gerüchte über seine Herkunft. Sicher ist aber, dass er mit „Ode an die Freude“ nicht nur einen der bekanntesten klassischen Evergreens, sondern auch die Hymne der Europäischen Union schuf und damit seinen ganz eigenen Beitrag zu Völkerverständigung beitrug.

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Hören Sie doch einfach mal in eines seiner Stücke auf Klassik Radio hinein. Vielleicht erkennen Sie ja ein bisschen spanisches Lebensgefühls in ihnen wieder.

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