Gänsehaut zum 125. Geburtstag: Jonas Kaufmann singt neue Hymne des FC Bayern

Gänsehaut zum 125. Geburtstag: Jonas Kaufmann singt neue Hymne des FC Bayern

Wenn der FC Bayern feiert, dann in großem Stil. Und wenn ein derart bedeutendes Jubiläum wie der 125. Geburtstag des Vereins ansteht, darf ein Star von Weltrang nicht fehlen. Kein Geringerer als der international gefeierte Tenor Jonas Kaufmann, ein bekennender Bayern-Fan, gab dem Projekt einer neuen Vereinshymne seine Stimme – und sorgte damit für einen besonderen Gänsehautmoment.

FC Bayern Stadion mit FansFoto: ©[Sally]/stock.adobe.com - generated with AI

Der Tenor, der den Fußball liebt

Jonas Kaufmann, geboren 1969 in München, ist einer der prominentesten Opernsänger unserer Zeit. Mit seinem unverkennbaren Timbre und seiner emotionalen Ausdruckskraft hat er die Bühnen der Welt erobert – von der Mailänder Scala bis zur New Yorker Met. Trotz seiner internationalen Karriere ist Kaufmann ein Mann, der nie seine Wurzeln vergessen hat. Der gebürtige Münchner wuchs in einer fußballbegeisterten Familie auf und hat seine Liebe zum FC Bayern stets offen bekundet. So trat er bereits in der Vergangenheit bei Anlässen des Vereins auf, etwa bei der bewegenden Trauerfeier für Franz Beckenbauer.

Jonas Kaufmann 16_9
Foto: © SonyClassical_JulianHargreaves
Startenor und Fußballfan: Jonas Kaufmann

Eine Hymne von Fans für Fans

Das Herzstück dieses Jubiläumsprojekts bildet jedoch nicht nur die Stimme von Jonas Kaufmann, sondern auch die Leidenschaft der aktiven Fanszene. Der Club Nr. 12 und die Gruppen der Südkurve übernahmen die Planung und Organisation der neuen Hymne in Eigenregie. Inspiriert vom Italo-Schlager „Montagne Verdi“ und getragen vom traditionellen Fangesang „Immer vorwärts FC Bayern – Deutscher Meister, Münchens Stolz“ entstand ein Lied, das Emotionen und Gemeinschaftsgefühl vereint.

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Die Aufnahmen fanden direkt nach dem Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim statt. Während die Spieler unter der Dusche standen, mischte sich Jonas Kaufmann unter die Fans, um gemeinsam mit ihnen die Hymne einzusingen. Dieses „Symbol unerschütterlicher Liebe und Treue“, wie es ein Sprecher der Südkurve beschrieb, wird ab dem 27. Februar 2025, dem Geburtstag des Vereins, als letztes Lied vor dem Einlaufen der Mannschaften gespielt.

Ein Geschenk an den Rekordmeister

„Die Hymne ist mehr als ein Lied. Sie ist ein Geschenk der Fans an den Verein, ein Ausdruck ihrer ungebrochenen Leidenschaft“, heißt es in der offiziellen Mitteilung der Fans. Bis zu 50.000 Euro ließen sich die Ultras dieses Projekt kosten, das nicht nur den FC Bayern, sondern auch die Gemeinschaft von Fans und Verein feiert.Ab dem 125. Geburtstag wird diese Hymne ihre Premiere als offizieller Teil der Heimspielrituale feiern. Die Kombination aus opernhaftem Pathos und Fangesang verspricht unvergessliche Atmosphäre in der Allianz Arena. Mit Jonas Kaufmann als musikalischem Botschafter hat das Stück nicht nur eine unverkennbare Stimme erhalten, sondern auch eine Brücke zwischen der Welt der Oper und der Fußballkultur geschlagen. 

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

72 Stunden Klangrausch: Weltrekordversuch der Posaunenchöre
Bläser bei Nacht

Verband evangelischer Posaunenchöre in Bayern e. V.
72 Stunden Klangrausch: Weltrekordversuch der Posaunenchöre

Vom 30. Juli bis zum 2. August wird in der Jakobskirche in Nürnberg ununterbrochen Musik zu hören sein. Im Gespräch mit Klassik Radio-Redakteurin Farah Losch hat Thomas Engelbrecht vom Verband evangelischer Posaunenchöre in Bayern von seiner Idee zu dem Projekt und der Organisation des Weltrekordversuchs gesprochen.

Hat uns Musik früher mehr berührt?
Alte Musik vs. neue Musik

Musik Früher vs Heute
Hat uns Musik früher mehr berührt?

Sie kennen das Gefühl: Sie hören neue Musik und warten auf den Moment, der Sie wirklich erfasst. Aber er kommt nicht. Stattdessen klingt vieles beliebig, und kaum ist ein Stück verklungen, haben Sie es bereits vergessen. Was ist mit der Musik passiert – und warum finden wir die eigentliche Erfüllung zunehmend in dem, was wir längst kennen und schätzen?

„Musik hat ihre Wurzeln im Boden“ – Sir John Eliot Gardiner über Bach, Mozart und das Leben
John Eliot Gardiner

Interview
„Musik hat ihre Wurzeln im Boden“ – Sir John Eliot Gardiner über Bach, Mozart und das Leben

Bach, Mozart, Sibelius – und ein Dirigentenleben zwischen Weltruhm, Naturverbundenheit und täglicher Yoga-Routine. Sir John Eliot Gardiner spricht im Interview über musikalische Offenbarungen, die Macht historischer Aufführungspraxis, über Lampenfieber vor dem Auftritt und darüber, warum ihn ausgerechnet die Bassettklarinette bei Mozart noch immer staunen lässt.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national