KI-Konzertexperiment mit Sophie Pacini

Wie von Geisterhand:KI-Konzertexperiment mit Sophie Pacini

Star-Pianistin Sophie Pacini wird am Donnerstag ein Konzert an mehreren Orten zeitgleich spielen - dank Künstlicher Intelligenz. 

KI-Konzertexperiment mit Sophie PaciniFoto: Roland_Breitschuh,Warner_Classics

Tasten bewegen sich wie durch Magie

Die Star-Pianistin spielt in Hamburg ein Klavierkonzert an einem speziellen Spirio-Flügel und dank eines hochauflösenden Selbstspielsystems werden diese Tastenanschläge synchron auf baugleiche Flügel in die Steinway-Häuser Deutschlands übertragen. Dort bewegen sich die Tasten und Pedale wie durch Magie von alleine. Gleichzeitig wird live ein Videostream des Konzerts übertragen, sodass man Sophie Pacini zeitgleich an mehreren Orten hören und sehen kann. 

Klassikstars auf Knopfdruck

Mehr noch: der KI-Flügel besitzt eine ganze Musikbibliothek, in der weitere hochkarätige Musiker, wie zum Beispiel Lang Lang oder Ludovico Einaudi ihre eigenen Stücke bzw. große Musikstücke unserer Zeit für das Spirio-System eingespielt haben. Auf Knopfdruck kann man diese Musikerlebnisse reaktivieren und ein Konzerterlebnis wie von Geisterhand erleben. 

Ist Präsenz ersetzbar?

Sophie Pacini ist sich bewusst, dass ein solches Instrument die Musizierenden in Zukunft vielleicht abschaffen könnte. Doch genau deshalb findet sie es wichtig, dass sie und ihre Kollegen sich dafür einsetzen, diese KI-Technologie in die Welt zu tragen - mit ihnen am Klavier. Doch auch wenn die Technologie faszinierend ist und außergewöhnliche Konzertsituationen ermöglicht - ein richtiges Konzert mit Akteuren kann es vermutlich nie ersetzen. Denn ohne die Präsenz des Musizierenden und die Energie zwischen ihm und dem Publikum fehlt dem Konzert doch eindeutig das Salz in der Suppe. 

Klara Jäger / 16.11.2023

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