Start der Bregenzer Festspiele voller Erfolg

Begeistertes Publikum:Start der Bregenzer Festspiele voller Erfolg

Nach der umjubelten Verdi-Premiere „Ernani“ im Festspielhaus feierte gestern abend  Puccinis „Madame Butterfly“ ihre große Wiederaufnahme.

Start der Bregenzer Festspiele voller ErfolgFoto: Bregenzer Festspiele / Anja Köhler

Tosender Applaus und Bravo-Rufe

Vor der traumhaften Kulisse des Bodensees erlebten rund 6700 Zuschauerinnen und Zuschauer gestern abend die Vorstellung. Doch auch das Bühnenbild zog alle Blicke auf sich - es erinnert an ein überdimensionales Blatt Papier, wiegt fast 300 Tonnen und wirkt doch filigran. Das Publikum war begeistert und lobte auch die Musik, die grandiosen Sängerinnen und Sänger, die Kostüme, den Ton und die Lichteffekte. Nach dem Finale brach überschwänglicher Applaus aus und es erschallten Bravo-Rufe. Festspiel-Präsident Hans-Peter Metzler ist hoch zufrieden: "Die Besucherinnen und Besucher haben diese Geschichte mit dieser wunderbaren Musik sofort verstanden. Diese, an sich furchtbare, Geschichte. Aber ist eine Geschichte, wo jeder und jede Elemente daraus im eigenen LEben erfahren hat: Eifersucht, Schicksal, Enttäuschungen, Pflichtbewusstsein (...). Es war ein wichtiger Moment, dass wir erlebt haben, wie großartig unser Publikum ist", schwärmt er.

Unmengen an Kunstblut bei "Ernani"

Schon die Premiere am Mittwoch im Festspielhaus kam mehr als gut an. Der Applaus am Ende wollte kein Ende nehmen. Eine Besucherin meinte sogar, es sei die beste Vorstellung, die sie jemals gesehen habe und das, obwohl sie regelmäßige dabei sei. Eine andere war ebenfalls begeistert, obwohl sie einräumte, sie habe noch nie so viel Blut auf einmal gesehen. Und tatsächlich ist Ernani nichts für schwache Gemüter. Es geht um Ehre, Eifersucht und Rache: drei Männer kämpfen um eine Frau und dabei fließt auch sehr viel Blut, erklärt Regissuerin Lotte de Beer: "Das Blutvergießen, das nehmen wir ganz ernst. Wo immer im Libretto steht, dass ein Duell stattfindet, übertreiben wir das sogar noch ein bisschen. Wir haben dafür einen Kampfcoach und eine super Company von acht Stuntmännern, die viel kämpfen und sich aufeinander werfen.(...) Wir haben eine Unmenge an Fakeblut, dass überall hin spritzt und weiße Wände völlig verändert..." sprudelt es nur so aus ihr heraus.

Festspiele laufen noch bis Mitte August

Das Publikum ließ sich davon nicht schrecken. Die Bilanz der ersten beiden Tage der Bregenzer Festspiele ist also mehr als vielversprechend. Während  Verdis "Ernani" noch zwei Mal zu sehen sein wird, am Sonntag, 23. Juli und am Montag, 31. Juli, gibt es noch 25 Vorstellungen von Madame Butterfly bis zum 20. August. Alle Infos auf der Website der Bregenzer Festspiele.

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