Claude Debussy

Komponist Claude Debussy

Für ein Talent in Musik und eine Karriere als Musiker braucht man vieles, Schulnoten spielen bei ihm jedoch eher untergeordnete Rolle.

Claude DebussyFoto: Félix Nadar

Claude Debussys Steckbrief

  • Geboren: 22. August 1862; Saint-Germain-en-Laye, Frankreich
  • Gestorben: 25. März 1918; Paris
  • Eltern: Manuel-Achille Debussy (1836–1910); Victorine Joséphine Sophie Manoury (1836–1915)
  • Geschwister: Adele Debussy, Emmanuel Debussy, Alfred Debussy, Eugene-Octave Debussy
  • Ehepartnerin: Rosalie Texier (verh. 1899-1901)
  • Kinder: Emma-Claude Debussy (1905-1919)
  • Berühmteste Werke: Prélude à l’après-midi d’un faune, Les Nocturnes, Pelléas et Mélisande, Clair de Lune

In welcher Musikepoche wirkte Claude Debussy?

Claude Debussy kann keiner expliziten Epoche zugewiesen werden, da er bis heute als Bindeglied zwischen Romantik und Moderne zählt. Er revolutionierte die Musik mit seiner Vorstellung von Klangfarben und auch wenn seine Zeitgenossen seine Musik nie ganz verstanden, bleibt er bis heute einer der bedeutendsten Komponisten.

Claude Debussys Werdegang

Das beste Beispiel, dass eine fehlende Schulausbildung einer Komponisten-Karriere nicht im Weg steht, ist Claude Debussy, der niemals eine schulische Ausbildung genoss. Die Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens vermittelte ihm seine Mutter. Trotz dem fehlenden Schulabschluss war Debussy stets sehr belesen und Zeit seines Lebens Musikkritiker und –journalist.

Wann lebte Claude Debussy? Wo lebte Claude Debussy? Am 22. August 1862 wurde Achille-Claude Debussy als erstes von fünf Kindern in Saint-Germain-en-Laye, in Frankreich, geboren. Obwohl sich Claude Debussys Familie nie gänzlich für die Musik hingab, ermöglichten seine Eltern ihrem Sohn eine Klavierausbildung bei Madame Mauté. Sie war eine Frau aus wohlhabenderen Kreisen und behauptete, Schülerin Frédéric Chopins gewesen zu sein. Nach nur zwei Wochen bei Mauté wurde er erfolgreicher Kandidat beim Pariser Konservatorium und besuchte bereits ein Jahr nach seiner Aufnahme die Oberklasse bei Antoine François Marmontel. Insgesamt 13 Jahre verbrachte er am Konservatorium, feierte dort viele Erfolge aber auch Misserfolge, die sein zukünftiges Schaffen prägen sollten. 

Die Kunst des eigenen Vergnügens – Claude Debussys Musik

Zunächst bewegt sich der junge Künstler eher weniger in Kreisen von Musikern, sondern von Malern und Philosophen. Sein Hauptanlaufpunkt sind dabei die Cafés und Cabarets von Paris. Auch in späteren Jahren betont der Musiker und Komponist immer wieder, dass er eigentlich gerne Maler oder Seemann geworden wäre.

Debussys besonderes Schaffen lässt sich aus seiner Lebensdevise herauslesen: Er folgt und widmet sich seinem Vergnügen. Nach einer ihn prägenden Reise nach Rom packt den jungen Mann die damals allgegenwertige Richard Wagner-Hysterie und er beschließt, sich in Bayreuth bei Aufführungen von „Parsifal“ und „Tristan und Isolde“ Inspiration zu holen.

Ich fühle mich nicht versucht, das nachzuahmen, was ich an Wagner bewundere. Ich habe eine andere Vorstellung von der dramatischen Form: Die Musik beginnt da, wo das Wort unfähig ist, auszudrücken. Musik wird für das Unaussprechliche geschrieben; ich möchte sie wirken lassen, als ob sie aus dem Schatten herausträte und von Zeit zu Zeit wieder dahin zurückkehrte; ich möchte sie immer diskret auftreten lassen.Debussy über seine Bewunderung zu Wagner
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Claude Debussys berühmteste Werke

Mit „Prélude à l’après-midi d’un faune“, inspiriert von einem Gedicht von Stéphane Mallarmés, schaffte Claude Debussy seinen Durchbruch. Das ungefähr zehnminütige Stück, das am 22. Dezember 1894 in Paris uraufgeführt wurde, wird als Debussys erstes bedeutendes Hauptwerk bezeichnet. Wenig Geld, aber große Anerkennung bei Musikkritikern riefen Claude Debussys „Les Nocturnes“, ein Orchesterwerk, das 1900 uraufgeführt wurde, hervor. Bereits als Kind liebte der Komponist das Meer und die Natur, weswegen er sich bis zuletzt von der Natur inspirieren ließ. Im Mittelpunkt der drei Stücke von „Les Nocturnes“ macht sich dies ebenfalls bemerkbar. Ein weiteres bekanntes Werk von Claude Debussy ist die Oper „Pelléas et Mélisande“, die 1902 zur Aufführung kam. Aufgrund privater Angelegenheiten zwischen Debussy und dem Dichter Maurice Maeterlinck bezüglich der Besetzung, kam es bei den Vorbereitungen dieser Aufführung zu einigen Schwierigkeiten. Dennoch erhielt die Oper lobende Kritiken und stand mehrere Monate bei ausverkauftem Haus auf dem Spielplan. Claude Debussys „Clair de Lune“, übersetzt Mondschein, ist nicht nur fester Bestandteil von jedem Klavierunterricht, sondern hat es sogar bis nach Hollywood zum Beispiel in die Filme Ocean’s Eleven oder Twilight, geschafft. "Claire de Lune" ist der dritte Satz der Klaviersuite „Bergamasque“ und zählt, obwohl die Suite selbst nicht zu Debussys Hauptwerken gehört, zu einem der bekanntesten von Claude Debussys Stücken.

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Claude Debussy und die Frauen

Vom Glück mit den Frauen war Debussys Leben nicht gesegnet, allerdings war er auch nicht gerade die treuste Seele. All seine Affären, wie zum Beispiel mit der Bankiersfrau Emma Bardac, flogen auf und brachen die Herzen anderer Frauen. 1899 ging Debussy eine Ehe mit dem Nähfräulein Rosalie Texier ein. Rosalie verübte, nach dem Techtelmechtel ihres Mannes mit Emma Bardac, einen erfolglosen Selbstmordversuch und reichte schließlich die Scheidung ein. 1905 brachte Emma Bardac die gemeinsame Tochter zu Welt, welche bereits mit 14 Jahren an Diphterie verstarb. Trotzdem war die Liebe ein wichtiger Teil seiner Schaffenswelt. So widmete er seiner ersten Liebe Gabrielle Dupont eines seiner berühmtesten Werke: „Prélude á l’apres-midi d’un fuane“.  

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Krankheit und Tod – Wann ist Claude Debussy gestorben?

Claude Debussys Lebenslauf nimmt am 25. März 1918 ein Ende. Nach einem neunjährigen Leidensweg aufgrund von Darmkrebs, konnte ihm selbst eine Operation nicht mehr helfen. Debussy wurde in Paris beigesetzt.

(A. Kohler / L. Weißenberger)

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