Signal Iduna Park in Dortmund - editorial use only
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Klassik statt Fangesänge:

Wenn zu Neujahr Klassik im Fußballstadion erklingt

In Dortmund begrüßt man das neue Jahr im Stadion: nicht, um Fußball zu sehen, sondern um Klassik zu hören.

Mozart & Co statt Fangesang im Stadion

Stellen Sie sich vor: ein großes Fußballstadion am Neujahrstag und man hört - nicht etwa laute Fangesänge, sondern klassische Musik! In Dortmund können Sie das am ersten Januar erleben: denn dann wird im Signal Iduna Park das neue Jahr begrüßt - mit einem Neujahrspaziergang durchs Stadion inklusive Sekt und Klassik. Merlin Zepter, zuständig für den Publikumsverkehr bei Borussia Dortmund erklärt: "Wir führen tatsächlich Spaziergänge häufiger durch (...)jetzt untermalen wir das oft mit BVB-Musik, die passt dann auch zum Alltag. " Zum Neujahrstag sollte es dann aber doch etwas besonderes, festliches sein - also Klassik.

 

 

Vom Fan in Kutte bis zu Großeltern mit Enkeln

Ein Konzept das sehr gut ankommt: vom überzeugten BVB-Fan in Kutte, bis hin zu Großeltern mit Enkeln und jungen Familien kommen alle zum Neujahrsspaziergang in den Signal Iduna Park. Auf dem Programm: das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker aus dem jeweils vergangenen Jahr.

Hoffnung und Optimismus für 2021: das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker
Hoffnung und Optimismus für 2021: das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker
Hoffnung und Optimismus für 2021: das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker

Neujahrskonzert statt Fußballspiel

"Die Tradition von Neujahrskonzerten gibt es ja schon lange - und sie drücken ja auch etwas aus: wenn man sich das aus dem Jahr 2021 anhört, dann wird das Lebensgefühl sehr gut wiedergespiegelt: man hört den Schmerz, aber auch die Hoffnung heraus. Deshalb finde ich, dass lässt sich auch gut auf das Jahr 2022 übertragen", erläutert Merlin Zepter.

Klassik trifft auf Architektur

"Ich finde das Neujahrskonzert und die Begrüßung des neuen Jahres hat schon etwas Episches und etwas Imposantes - und das passt sehr gut zu der beeindruckenden Architektur unseres Stadions", erklärt Merlin Zepter. "Wenn man durch ein leeres Stadion mit einem Fassungsvermögen von 80.000 Plätzen geht und dabei das Neujahrskonzert hört, ist das schon sehr sehr imposant."

Bald ein Orchester im Fußballstadion?

Kein Wunder, dass es viele Wiederholungstäter gibt, die aus dem Neujahrsspaziergang im Stadion ein Ritual gemacht haben. Und wer weiß - vielleicht kommt demnächst das Neujahrskonzert nicht mehr vom Band, sondern wird live gespielt? Das zumindest stellt Merlin Zepter sich in Zukunft vor: "wenn man ein bisschen träumen darf", meint er bescheiden.

Mehr Infos auf der Website von Borussia Dortmund.

(22.12.21/K.Jäger)