100. Geburtstag Sir Neville Marriner

 100. Geburtstag Sir Neville Marriner

"Der Dirigierstab macht süchtig – es ist wie eine Droge.“ Das meinte der Meister des Taktstocks einmal. Heute hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert. 

Sir Neville MarrinerFoto: Richard_Holt

Vom Wohnzimmer in die Welt

Dabei startete er seine musikalische Karriere mit der Geige. Nach dem Royal College of Music in London studierte er Violine am Pariser Konservatorium. Während er im London Symphony Orchestra spielte, versammelte er regelmäßig Kollegen in seinem Wohnzimmer, um gemeinsam mit ihnen zu musizieren. Eines Tages kam ihm die Idee, mit ihnen gemeinsam ein Konzert in seiner Kirche abzuhalten - St. Martin in the Fields. Glücklicherweise saß genau in diesem Premierenkonzert die Agentin einer Plattenfirma, die gezielt nach einem Barockorchester suchte. Sie war direkt überzeugt - und die „Academy of St. Martin in the Fields" war geboren, wurde eines  der weltweit erfolgreichsten Ensembles der Klassik-Szene.

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Ritter und Award-Gewinner

Nun machten sich die privaten Dirigierstunden bezahlt, die Sir Neville Marriner bei Pierre Monteux genommen hatte. Zunächst dirigierte er das Orchester als erster Geiger, schließlich wechselte er aber dann hinters Pult. Nicht nur bei der Academy of St. Martin in the Fields, sondern auch als Gastdirigent bei anderen Orchestern,  wie der Staatskapelle Dresden und dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Er glänzt mit Einspielungen nahezu aller Komponisten, von Barock bis hin zur Moderne, doch besonders mit jenen von Haydn und Mozart. Mit dem Soundtrack zu dem Film „Amadeus“ wir das gesamte Ensemble international bekannt. Sir Neville Marriner selbst räumt zahlreiche Preise und Auszeichnungen ab, darunter mehrere Grammys. 1985 schlägt ihn Königin Elisabeth II. wegen seiner Verdienste für die Musik zum Ritter. 2016 verlässt der Meister des Taktstocks diese Welt. Aber durch seine Einspielungen bleibt er unsterblich. Heute hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert. 

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