Cellisten geben ein Konzert im Kuhstall

Klassik im Stall Cellisten geben ein Konzert im Kuhstall

Weltweit wurde in den Medien darüber berichtet: Cellisten lassen einen Kuhstall musikalisch erklingen.

Cellisten geben ein Konzert im Kuhstall Foto: Photo by Lomig on Unsplash

Ein besonderes Konzert

Endlich haben die Konzerthäuser ihre Pforten wieder geöffnet. Versetzen Sie sich mit uns zusammen in eine Konzert-Situation: Die Musiker, alle schick gekleidet, erfüllen den Raum mit ihren musikalischen Klängen und im Hintergrund hört man das Schmatzen der Kühe. Der letzte Teil passt eigentlich nicht wirklich in ein typisches Konzert, in Dänemark schon.

Der dänische Cellist Jacob Shaw ist Leiter einer Celloschule in der Nähe von Lund. Er wollte seinen Studenten die Möglichkeit geben, auch während der Pandemie vor Publikum zu üben. Die Studierenden gaben deshalb ein Konzert vor Rindern, in einem Kuhstall. Damit sollten die jungen Künstler außerdem das Spielen unter erschwerten Bedingungen üben.

Dass den Tieren Musik gefällt, zeigen mehrere Videos im Internet:

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Vorteile für die Rinder

Auch die Kühe hatten etwas von dem Konzert. Eine Studie hat gezeigt, dass Rinder die Emotionen und Gefühle von Menschen deutlich wahrnehmen und auch nachempfinden können. Da klassische Musik eine beruhigende Wirkung auf Menschen hat, kann man davon ausgehen, dass dies auch bei den Kühen der Fall war. Das ist auch der Grund, weshalb ihr Besitzer begeistert von der Konzertidee war. Ruhige und entspannte Tier haben angeblich ein zarteres Fleisch. Die Idee der ruhigen Rinder wird weltweit umgesetzt: In Japan gibt es bestimmte Rinder, die täglich von Hand massiert werden. In Dänemark soll das nun mit klassischer Musik erreicht werden.

Classical music is very good for humans (...) It helps us relax, and cows can tell whether we're relaxed or not. It makes sense that it would make them feel good too.
Viehzüchter Moges Haugaard gegenüber der New York Times

Weltweite Begeisterung

Applaus gab es vom Publikum keinen. Die Musiker mussten sich mit Kaugeräuschen und lautem Atmen zufrieden geben. Die Aktion war trotzdem ein großer Erfolg. Weltweit ging das tierische Konzert durch die Medien. Unteranderem die New York Times und CNN haben darüber berichtet. Mittlerweile haben 1,1 Milliarden Menschen im Internet aktiv nach den Cellisten im Kuhstall gesucht.

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft
Klassik-Dating

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft

Dating ohne App, dafür mit klassischer Musik: In Berlin wagt ein Klassik-Duo das Experiment und macht Liebeslieder zum Ausgangspunkt neuer Dating-Begegnungen. Während sonst digital gewischt und gematcht wird, setzt dieses Format auf das, was wirklich verbindet: Gemeinsame Hörerlebnisse, persönliche Gespräche – und die Chance, sich jenseits digitaler Algorithmen näherzukommen.

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand
Zwei kostümierte Frauen am Karneval in Venedig

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand

Von funkelnden Masken über laute Kanäle bis zu prunkvollen Opernhäusern: Im Venedig des 17. Jahrhunderts verschmolzen Feierlust und Kunst zu einem neuen Kulturerlebnis, das die Musikgeschichte revolutionierte. Der Karneval wurde zur Geburtsstätte der Oper – ein Spektakel für Zehntausende, die aus ganz Europa in die Lagunenstadt strömten.

„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit
Rüdiger Meng am Klavier

MENG - The Art Of LiveComposition
„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit

Wenn er sich ans Klavier setzt, ist alles möglich. Rüdiger MENG komponiert live auf der Bühne – ohne Netz, ohne doppelten Boden. Damit hat er schon Musiklegenden wie Quincy Jones, Phil Collins oder Simply Red beeindruckt. Im Interview mit Klassik Radio-Redakteurin Farah Losch erzählt er, warum diese Form der Live-Komposition für ihn die höchste Disziplin ist – und ein klares Statement gegen KI und durchgeplante Shows.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national