Dach der Stuttgarter Staatsoper als Mahnmal

Das Dach soll Denkmal werdenDach der Stuttgarter Staatsoper als Mahnmal

Das Unwetter im Juni hat in vielen Teilen Deutschlands Zerstörung angerichtet, unter anderem auch am Dach der Stuttgarter Staatsoper.

Dach der Stuttgarter Staatsoper als MahnmalFoto: Staatsoper Stuttgart

Am 28. Juni 2021 war ein dunkler Tag für Stuttgart, das Unwetter hat – wie in vielen anderen Teilen Deutschlands – viel zerstört. Darunter auch das Dach der Stuttgarter Staatsoper. Jetzt gibt es Pläne, was damit geschehen soll.

Ein Kunstwerk von der Natur geschaffen

Was da vom Opernhaus gerissen wurde, sieht mehr aus wie ein Kupferknäuel, so stark wurde das ursprünglich 500 Quadratmeter große Dach beschädigt. Und genau diese Dachreste sollen nun zu einem Mahnmal im Schlossgarten werden, man wolle so an die Folgen des Klimawandels erinnern, so Finanzminister Danyal Bayaz.

Auch der Oberbürgermeister Frank Nopper und der geschäftsführende Intendant der Württembergischen Staatstheater, Marc-Oliver Hendriks, unterstützen die Idee. Es sei ein von der Natur geschaffenes Kunstwerk und Denkmal. Hendriks sagte uns: "Es soll an die Naturgewalt erinnern, aber auch an die Sanierung des Hauses. Es kann auch ein 'Memento Mori' für die Vergänglichkeit im Allgemeinen oder klimapolitische Zielsetzungen zum Ausdruck bringen."

Woher kam die Idee

Hendricks sagte uns, dass die Idee sehr spontan entstand. Während der Pause der verschobenen Ballettpremiere standen draußen Hendricks mit dem ehemaligen OB und dem Vorsitzenden des Fördervereins. „Da betrachtete man diese Kunstform aus Naturgewalt und die Ideen sprudelten, was man denn damit anstellen könne.“ Es auf den See zu stellen, stand im Raum, aber letztendlich hat man sich für ein Mahnmal im oberen Schlossgarten entschieden. „Die Idee ist sehr populär geworden und auf allgemeine Zustimmung gestoßen“, sagte Hendricks. Auch er sei sehr gespannt, was daraus werde.

Teil des Dachs soll wiederverwertet werden

Es gibt auch einen nicht zerknüllten Teil des Daches, der ebenfalls heruntergeweht wurde. Dieser Teil soll recycelt werden, eventuell werden hieraus Münzen geprägt. Wie das Mahnmal genau aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Hendriks sagte dazu: "Ob der momentane Zustand der endgültige ist, oder ob ein Künstler oder eine Künstlerin Form und Hand anlegen wird, das kann ich momentan noch nicht abschätzen."

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