Das sagt dein Musikgeschmack über dich aus

Musik und PersönlichkeitDas sagt dein Musikgeschmack über dich aus

Zeig mir deine Playlist und ich sage dir, wer du bist! Studie zeigt, dass unser Musikgeschmack viel über unsere Persönlichkeit aussagt.

Eine Frau entspannt zur Musik aus dem Radio Foto: Photo by Eric Nopanen on Unsplash

Wer David Bowie hört, ist ein offener Mensch

Wenn man sein Gegenüber wirklich kennenlernen möchte, reicht ein Blick auf seinen Musikgeschmack. Das sagt zumindest eine Studie der University of Cambridge. Bei der Untersuchung haben ungefähr 350.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 53 Ländern, auf sechs Kontinenten Fragen zu sich selbst und ihrem Musikgeschmack beantwortet. Die Forscherinnen und Forscher fanden dabei unter anderem raus, dass Menschen, die gerne die Pop-Songs des Künstlers Ed Sheeran hören, extrovertiert sind. Diejenigen, die Tanzmusik am liebsten haben, zeigten sich in der Studie als besonders sozial und Fans des verstorbenen Musiker David Bowie wurde das Merkmal „Offenheit“ zugeschrieben. Das gilt ganz besonders für die Personen, die das Stück "Space Oddity" als ihr Lieblingslied angegeben haben.

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Persönlichkeitsmerkmale und Genres

Auch die Wahl unseres favorisierten Genres sagt etwas über uns aus. Eine Untersuchung der schottischen Heriot-Watt University ging bei dieser Frage mehr ins Detail. Mit insgesamt 36.000 Personen versuchte man Persönlichkeitsmerkmale mit den Musikrichtungen zusammenzubringen.

Es zeigte sich, dass auch hier die einzelnen Fangemeinden untereinander ähnliche Persönlichkeiten haben. Klassikliebhaber gelten laut der Studie als introvertiert und kreativ, während Fans von Pop-Musik extrovertierte Charaktereigenschaften zugeschrieben werden. Spannend ist außerdem, dass die Hörerinnen und Hörer von Rock und Metal den Fans der Klassik am ähnlichsten sind. Auch den Rockern wird eine eher schüchterne und zurückhaltende Seite zugeschrieben.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Die Forschungsergebnisse treffen nicht immer auf jeden zu. Ein großer Kritikpunkt an den Durchführungen der Studien ist zum Beispiel, dass nicht auf die Generation, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgewachsen sind, geachtet wurde.

Beim Kennenlernen von neuen Menschen lohnt sich die Frage nach dem Musikgeschmack bestimmt. Ein gutes Gesprächsthema ist es auf jeden Fall.

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