Der Cello-Krimi von Paris: 1,5 Millionen Euro teures Instrument gestohlen

Der Cello-Krimi von Paris: 1,5 Millionen Euro teures Instrument gestohlen

Paris gilt als die Stadt der Liebe - aber auch des Verbrechens. Hier wurde die Cellistin Ophélie Gaillard zum zweiten Mal Opfer eines spektakulären Raubs! Ihr kostbares Cello, das auf beeindruckende 1,5 Millionen Euro geschätzt wird, wurde nun aus ihrem Haus mitten in der französischen Hauptstadt gestohlen.

CelloFoto: ©[Brett]/stock.adobe.com

Das Instrument hat eine lange und bewegte Geschichte, die bis ins Jahr 1737 zurückreicht. Gebaut wurde es von dem italienischen Meister Francesco Goffriller, dessen Instrumente weltweit äußerst geschätzt werden. Das Cello wurde Gaillard als Leihgabe von der französischen Bank CIC zur Verfügung gestellt – ein Umstand, der die Tragik des Diebstahls nur verstärkt.

Bereits 2018 wurde das Cello entführt, wurde aber dank ihres eindringlichen Aufrufs auf Facebook anonym zurückgegeben.

In der Hoffnung auf ein ähnliches Happy End sieht sich die Cellistin jetzt erneut mit einem schmerzlichen Verlust konfrontiert. Neben dem Violoncello sind auch zwei wertvolle Cellobögen, etwas Geld und ihre gesamte Computerausrüstung verschwunden.

Jedoch hat sich die Gendarmerie von Saint-Julien-en-Genevois bereits als erfolgreich erwiesen, indem sie einige Teile ihrer Computerausrüstung aufspüren konnte. Ein kleiner Lichtblick für die besorgte Cellistin!


Über Social Media hat die Musikerin nun einen weiteren Aufruf gestartet und hofft auf die Unterstützung von Kollegen, Freunden und aufmerksamen Krimifans, die bei der Suche nach ihrem Cello helfen können. Aufgrund des fehlenden Instruments musste die talentierte Musikerin bereits mehrere Konzerte und die Aufnahme von zwei Alben absagen.

Es bleibt zu hoffen, dass das Instrument schnell seinen Weg zurückfindet – denn in der Welt der klassischen Musik ist ein Cello ohne seine Cellistin wie ein Krimi ohne Verbrechen.

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Die Psychologie der Filmmusik: Wie Klänge unsere Gefühle steuern
Kino Dirigent FilmmusikFoto: KI generiert / canva

Die Psychologie der Filmmusik: Wie Klänge unsere Gefühle steuern

Warum kann ein einzelner Ton Angst auslösen und eine simple Melodie uns zu Tränen rühren? Das ist kein Zufall, sondern die hohe Kunst der Filmmusik. Dieser Artikel ist eine Reise in die verborgene Psychologie der Klänge und enthüllt, warum Komponisten die eigentlichen Architekten des Films sind.

Clara Schumann: Das Wunderkind, das seiner Zeit weit voraus war
Clara Schumann 1857, Fotografie von Franz HanfstaenglFoto: Gemeinfrei

Clara Schumann: Das Wunderkind, das seiner Zeit weit voraus war

Sie war gefeierte Pianistin, Komponistin, Mutter und Ernährerin einer großen Familie. Clara Schumann führte ein Leben zwischen Konzertsaal, Musikzimmer und den Zumutungen ihrer Zeit. Lange wurde sie vor allem als Frau Robert Schumanns gesehen. Dabei war sie selbst ein Star, eine musikalische Autorität und eine der wichtigsten Pianistinnen des 19. Jahrhunderts.

Hans Zimmer: Ein Autodidakt revolutioniert Hollywood
Hans ZimmerFoto: insidesonymusic/ Zoe Zimmer

Hans Zimmer: Ein Autodidakt revolutioniert Hollywood

Seine Musik hat Gladiator, The Dark Knight, Inception und Dune unverwechselbar gemacht. Doch hinter dem Namen steckt nicht nur ein außergewöhnlicher Musiker, sondern auch ein Produktionssystem, eine mächtige Marke und ein Künstler, dessen Entscheidungen nicht immer unumstritten sind. Wie wurde ein Autodidakt aus Frankfurt einer der erfolgreichsten Filmkomponisten der Welt?

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national