Die Carnegie Hall feiert ihr 130-jähriges Bestehen

Jubiläum in der Carnegie HallDie Carnegie Hall feiert ihr 130-jähriges Bestehen

Wenn die Carnegie Hall erzählen könnte, was sie schon alles erlebt hätte, würden bestimmt alle gespannt zuhören.

Die Carnegie Hall feiert ihr 130-jähriges BestehenFoto: Carnegie Hall

Am 5. Mai 1891 öffnete die Carnegie Hall zum ersten Mal ihre Türen. Auf der Bühne stand Peter Tschaikowsky. Das Publikum durfte ihn für gerade einmal 45 Cent sehen. Nach ihm gaben sich aber noch sehr viele Menschen die Klinke in die Hand. Leonard Bernstein gab hier sein Debüt, Yehudi Menuhin und Arthur Rubinstein feierten hier ihren Durchbruch. Den längsten Auftritt gab es vom indischen Langhalslaute Spieler Ravi Shankar. Den Rekord für die meisten ausverkauften Auftritte stellte Sängerin Liza Minnelli auf. 17 Abende hintereinander begeisterte sie das Publikum. Noch heute gelten die Konzertsäle der Carnegie Hall dank ihrer Akustik als die Besten der Welt.

The Philadelphia Orchestra Performs Tchaikovsky's Swan Lake (Excerpt)

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Die Idee zur Carnegie Hall

Zum Bau der Carnegie Hall kam es auf einem Schiff. Hier trafen der Deutsch-Amerikanische Dirigent und Komponist Walter Damrosch und Stahlbauer Andrew Carnegie aufeinander. Andrew Carnegie soll gerade in seinen Flitterwochen gewesen sein, als Walter Damrosch ihn davon überzeugte, eine Konzerthalle in New York zu bauen. Als eines der ersten Gebäude in der Stadt gab es hier elektrisches Licht, da Thomas Edison ein guter Freund von Andrew Carnegie war. Außerdem gab es hier sogar eine Klimaanlage, die aus Eis und Ventilatoren unter der Bühne bestand.

Nicht nur eine Bühne für Musik

Als Musiker aus dem Rock- und Pop-Genre erstmals hier auftreten wollten, gab es anfangs ein paar Proteste. Doch die Carnegie Hall bietet jedem eine Bühne und so traten die Beatles bei ihrem ersten Besuch in den USA 1963 hier auf. Neben Musik gab es aber auch politische und wissenschaftliche Veranstaltungen. Winston Churchill, Albert Einstein, Martin Luther King und auch Jesse Jackson hielten hier Vorträge oder Ansprachen. Die Philosophie des Hauses war es nämlich schon immer, dass keiner wegen seiner Ansichten ausgeschlossen werde. Auch Rassentrennung gab es in der Carnegie Hall nicht.

Isaac Stern Centenary at Carnegie Hall

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Carnegie Hall fast abgerissen

1960 stand es einmal nicht gut um das Konzertgebäude. Nachdem die New Yorker Philharmoniker in das neu gebaute Lincoln Center umgezogen waren, gab es Pläne, die Carnegie Hall abzureißen und ein Geschäftsgebäude zu bauen. Star-Violinist Isaac Stern wollte aber, dass sie erhalten bleibt und überredete die Stadt, das Gebäude zu kaufen. Nur zwei Jahre später wurde sie unter eine Art Denkmalschutz gestellt und in den 80er und 90er-Jahren aufwendig für fünfzig Millionen Dollar restauriert.

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