Die Italienische Oper wird Weltkulturerbe

Die Italienische Oper wird Weltkulturerbe

Die UNESCO hat 45 verschiedene Aspekte von Wissen und Fertigkeiten, wie etwa den italienischen Operngesang, in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Das Teatro alla Scala in MailandFoto: Andrzej Otrębski, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Der italienische Operngesang, so die Erklärung der UNESCO, ist eine spezielle, kontrollierte Gesangsform, die die Akustik in Auditorien, Amphitheatern, Arenen und Kirchen verbessert. Er wird von Menschen aller Geschlechter ausgeübt und umfasst Musik, Schauspiel und Inszenierung und ist mit spezifischen Gesten und Mimik verbunden. Der Gesang wird nach Stimmumfang und -farbe in verschiedene Kategorien eingeteilt. Das Wissen und die Fertigkeiten rund um den Operngesang werden durch mündliche Übermittlung zwischen Lehrer und Schüler vermittelt. Auftritte, Gesangsschulen und Workshops unterstützen die Weitergabe dieser Kunstform, ebenso wie formelle Ausbildung an Konservatorien und Akademien. Der Beginn einer Opernsaison fällt oft mit lokalen Festen zusammen. Der Operngesang fördert sozialen Zusammenhalt und kulturelles Gedächtnis und ist eng mit anderen kulturellen Elementen wie akustischen Räumen und Poesie verbunden. Sein kultureller Wert wird sowohl national als auch international anerkannt.

Immaterielles Kulturerbe umfasst lebendige Traditionen in Bereichen wie Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Die UNESCO hat sich seit 20 Jahren dem Schutz und Erhalt der gelebten Kultur gewidmet. Das Abkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes wurde 2003 von der UNESCO-Generalkonferenz in Paris angenommen und bisher von 181 Staaten ratifiziert. Deutschland trat der Konvention 2013 bei.

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