Die Wahre Geschichte der Woche: Agatha Christie

Ausgewählt von Florian Schmidt Die Wahre Geschichte der Woche: Agatha Christie

Jede Woche wählt ein Mitglied aus der Redaktion eine persönliche Wahre Geschichte der Woche aus und verleiht ihr eine besondere Note.

Die Wahre Geschichte der Woche: Agatha Christie Foto: Klassik Radio

Diese Woche kommentiert Florian Schmidt:

Giftmorde waren ihre Spezialität. Das nötige Wissen dazu eignete sie sich während ihrer Arbeit in einer Krankenhausapotheke an. In 41 von Agatha Christie Geschichten spielen toxische Substanzen die geheime Hauptrolle. Auch bei Hercules Poirot.

Unvergessen und legendär sind natürlich auch die wunderbaren Verfilmungen mit Sir Peter Ustinov in der Rolle des pedantischen Exzentrikers.

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Und einen genauso hohen Kultfaktor haben auch die zahlreichen Miss Marple-Verfilmungen:

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Die geheime Zutat

Herrlich - Margaret Rutherfort als schrullig-liebenswerte und zutiefst neugierige Hobby-Detektivin. Vorbild für Miss Marple war übrigens Agatha Christies eigene Großmutter, die immer von allem das Schlechteste erwartet hat – und meistens Recht damit hatte.

Christies Geheimzutat für einen guten Krimi war es, die Handlung an abgeschirmten Orten stattfinden zu lassen: das Pfarrhaus eines englischen Dorfes, ein Nildampfer oder der legendäre Orientexpress.

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Das Leben schreibt die besten Geschichten

„Seit Lucrezia Borgia bin ich die Frau, die die meisten Menschen umgebracht hat, allerdings mit der Schreibmaschine“, hat sie ihre Arbeit einmal zusammengefasst. Christie galt als eine Schriftstellerin, die rund um die Uhr schrieb und durch viele alltägliche Dinge inspiriert wurde. Ständig machte sie sich Notizen mit Ideen und machte Listen für Figuren, Motive, Mordarten oder Schauplätze: „Drei Monate scheinen mir eine angemessene Zeit dafür zu sein ein Buch zu schreiben. Bei Theaterstücken ist es besser, wenn man sie schnell schreibt, um die Atmosphäre aufrecht zu erhalten und natürliche Dialoge zu verfassen. Außerdem bringt es auch mehr Spaß sie zu schreiben, weil man sich nicht mit langen Beschreibungen von Personen und Orten aufhalten muss.“

Mehr als 80 Bücher hat die Vielschreiberin verfasst, darunter unter Pseudonym geschriebene Liebesromane und ein Gedichtband, unzählige Kurzgeschichten, 66 Kriminalromane und 17 Theaterstücke. Das Bekannteste: „Die Mausefalle“. In London lief es seit 1952 täglich im West End - bis zum 6. März 2020, bis zur Corona-bedingten Pause. Es ist damit das am längsten ununterbrochen aufgeführte Theaterstück aller Zeiten.

Herzlich

Ihr Florian Schmidt

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