Die Wahre Geschichte der Woche: He'e nalu

Ausgewählt von Patrick SingerDie Wahre Geschichte der Woche: He'e nalu

Jede Woche wählt ein Mitglied aus der Redaktion eine persönliche Wahre Geschichte der Woche aus und verleiht ihr eine besondere Note.

Die Wahre Geschichte der Woche: He'e naluFoto: Klassik Radio

Diese Woche kommentiert Patrick Singer

Dass ausgerechnet die Hawaiianer das Surfen erfunden haben, wundert nicht. Das Reiten der Wellen ist seit jeher tief verankert in der Kultur und Tradition der Insulaner. Doch nicht alle Besucher des Archipels waren begeistert ...

Surfer auf Hawaii
Foto: Jess Loiterton von Pexels
He'e nalu bedeutet "auf dem Wasser wandeln"

Begeisterung - und Bestürzung

Kapitän Cook schon. Er und seine Männer betrachteten das Schauspiel des anmutigen Tanzes auf den Wellen mit großer Bewunderung. Spätere Besucher jedoch - vor allem christliche Missionare - dachten, hier gehe es mit Schwarzer Magie zu. Dass die hawaiianischen Surferinnen und Surfer splitterfasernackt auf ihren Brettern standen, dürfte das Übrige dazugetan haben.

Surfbretter
Foto: Chelsey Horne von Pexels

Tiefe Bedeutung

Doch davon ließen sich die Vorreiter des später internationalen Sports nicht abbringen. Was den Besuchern und Eroberern aus dem alten Europa wie süßes Nichtstun vorkam, hatte eine tiefe Bedeutung im Leben der Hawaiianer - vom einfachen Insulaner bis zum König. Zahllose Lieder, Romanzen und Tragödien rankten sich um He'e nalu.

Surfer
Foto: Pexels

Man muss aufpassen, die Entdeckung des Surfsports nicht zu sehr zu romantisieren. "Insel" klingt in mitteleuropäischen Ohren schnell nach Paradies. Dennoch - die Geschichte zeigt, wie heutige durch und durch kommerzialisierte Sportarten einst in einem ganz anderen Umfeld ihren Lauf nahmen. Im Einklang mit der Natur und den Menschen.

Die Wahre Geschichte der Woche zum Nachhören

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft
Klassik-Dating

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft

Dating ohne App, dafür mit klassischer Musik: In Berlin wagt ein Klassik-Duo das Experiment und macht Liebeslieder zum Ausgangspunkt neuer Dating-Begegnungen. Während sonst digital gewischt und gematcht wird, setzt dieses Format auf das, was wirklich verbindet: Gemeinsame Hörerlebnisse, persönliche Gespräche – und die Chance, sich jenseits digitaler Algorithmen näherzukommen.

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand
Zwei kostümierte Frauen am Karneval in Venedig

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand

Von funkelnden Masken über laute Kanäle bis zu prunkvollen Opernhäusern: Im Venedig des 17. Jahrhunderts verschmolzen Feierlust und Kunst zu einem neuen Kulturerlebnis, das die Musikgeschichte revolutionierte. Der Karneval wurde zur Geburtsstätte der Oper – ein Spektakel für Zehntausende, die aus ganz Europa in die Lagunenstadt strömten.

„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit
Rüdiger Meng am Klavier

MENG - The Art Of LiveComposition
„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit

Wenn er sich ans Klavier setzt, ist alles möglich. Rüdiger MENG komponiert live auf der Bühne – ohne Netz, ohne doppelten Boden. Damit hat er schon Musiklegenden wie Quincy Jones, Phil Collins oder Simply Red beeindruckt. Im Interview mit Klassik Radio-Redakteurin Farah Losch erzählt er, warum diese Form der Live-Komposition für ihn die höchste Disziplin ist – und ein klares Statement gegen KI und durchgeplante Shows.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national