Die Wahre Geschichte der Woche: Karneval

Ausgewählt von Alena KohlerDie Wahre Geschichte der Woche: Karneval

Jede Woche wählt ein Mitglied aus der Redaktion eine persönliche Wahre Geschichte der Woche aus und verleiht ihr eine besondere Note.

Die Wahre Geschichte der Woche: Karneval Foto: Klassik Radio

Diese Woche kommentiert Alena Kohler:

Es ist die Zeit der Narren und Jecken und für die Menschen aus Köln, Düsseldorf und Mainz vermutlich die schönsten Tage des Jahres: die fünfte Jahreszeit, der Karneval. Ich selbst habe vier Jahre lang in Köln gelebt, dort studiert und diese ausgelassene, bunte Zeit miterleben dürfen. Es sind verrückte Tage, an denen eine ganze Stadt auf dem Kopf steht und alle Kölnerinnen und Kölner ihr Leben voll und ganz genießen. Sie merken schon, ich komme ins Schwärmen. 

Wo kommt der Karneval eigentlich her?

Der Fasching, wie er im Süddeutschland auch häufig genannt wird, gehört zu den Sitten und Bräuchen, die wir ohne lange nachzudenken in unseren Alltag eingegliedert haben und das, ohne wirklich zu wissen, was ursprünglich dahinter steckt. Auch in diesem Fall erklärt nicht einmal die Bezeichnung den Sinn der Sache. Trotzdem bringt uns der Karneval arbeitsfreie Tage und holt uns raus aus dem alltäglichen Trott, deshlab nehmen wir ihn gerne einfach an. 

Wie viele Bräuche entstand auch der Karneval in der heidnischen, römischen Zeit. Damals war das Leben der Menschen mehr als heute an Jahreszeiten gebunden und besonders das Wiedererwachen der Natur im Frühling wurde in fast allen Kulturen gefeiert. Im alten Rom wurde jedes Jahr im Februar die Eröffnung der Schiffsfahrtsaison mit einer feierlichen Parade bestehend aus Schiffskarren und Räderschiffen zelebriert. Dies war eben jener Zeitraum, den heute die Jecken feiern.

Ein Karnevalszug mit Instrumenten
Foto: Photo by Mika Baumeister on Unsplash

Fleisch, lebe wohl

Die Herkunft der Bezeichnung ist allerdings nicht ganz nachzuvollziehen. Vermutlich hat der Karneval seinen Namen in Italien bekommen: Dort gibt es das Wort „carnevale“, was so viel wie „Fleisch, lebe wohl“ bedeutet und auf die bevorstehende Fastenzeit hinweist.

Ganz egal, woher der Name kommt, schön ist der Karneval allemal. Ich als Kölnerin im Herzen werden meine wahre Geschichte der Woche deshalb mit den folgenden Worten beenden (die Menschen aus Düsseldorf mögen es mir verzeihen): Kölle Alaaf!!

Herzliche Grüße

Ihre Alena Kohler

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