Ein Cello aus dem 3-D-Drucker

E-Cello Ein Cello aus dem 3-D-Drucker

In Prerau/Přerov werden ganz besondere Instrumente hergestellt. Ein E-Cello frisch aus dem 3-D-Drucker.

CelloFoto: Photo by Manny Becerra on Unsplash

Zwei Tage statt sechs Monate

Musikinstrumente werden meist in aufwendigster Handarbeit hergestellt und gerade Streichinstrumente sind deshalb häufig sehr teuer. Ein Unternehmen in Prerau/Přerov in Mähren stellt allerdings Streichinstrumente der anderen Art her: Es sieht aus wie ein Cello, es klingt auch wie ein Cello, allerdings nicht von Hand gefertigt, sondern mit dem 3-D-Druckverfahren hergestellt. Durch das Verfahren braucht die Herstellung auch nicht wie sonst ungefähr sechs Monate: die Celli sind in nur zwei Tagen fertig.

Das Cello hat zwar ähnliche Designelemente wie die herkömmlichen Instrumente, sieht gleichzeitig aber auch sehr futuristisch aus und ist sogar einfacher zu bedienen. Insgesamt 150 Violoncelli wurden bereits im 3-D-Drucker geboren und wurden in den USA, Italien, Französisch-Polynesien und Großbritannien verkauft.

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Woher kam die Idee?

Eigentlich stellen Sensio.cz IT-Systeme für Kunstschulen her. Während der Pandemie beschloss das Unternehmen, einen 3-D-Drucker für Visiere anzuschaffen. Dieses zweite Standbein sollte sich aber nicht durchsetzen und da kam der Teilhaber Ondřej Kratochvíl auf die Idee. Er selbst ist ebenfalls Musiker und Mitglied einer Cello-Rock-Band. Während der Pandemie suchte er ein leises Cello, mit dem er auch außerhalb des Proberaums in seinen eigenen vier Wänden üben konnte. Kurzerhand verwendete er den neuen Drucker seiner Firma. Seitdem wird das E-Cello unter dem Namen „MyCello“ angeboten.

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Hobbit Day: Heute feiern wir mit den schönsten Mittelerde-Soundtracks
HobbitFoto: ©[ADD Photos]/stock.adobe.com

22. September
Hobbit Day: Heute feiern wir mit den schönsten Mittelerde-Soundtracks

Weltweit feiern Fans heute, am 22. September, den Hobbit Day – den Geburtstag von Bilbo und Frodo Beutlin. Für Tolkien-Liebhaber ist dieser Tag ein Fest voller Geschichten, Musik und Magie. Und was könnte besser dazu passen als die unvergesslichen Filmmusiken von Howard Shore?

Von Millionen-Geigen und Karotten-Flöten: 5 erstaunliche Fakten aus der Orchesterwelt
OrchesterdirigentFoto: ©[stokkete]/stock.adobe.com

Von Millionen-Geigen und Karotten-Flöten: 5 erstaunliche Fakten aus der Orchesterwelt

Ein Orchester kann aus ein paar Dutzend Musikern bestehen – oder aus mehreren Tausend. Manche Geiger spielen auf Instrumenten, die Millionen wert sind, andere wiederum auf Karotten. Fünf Fakten aus der Welt der Orchester, bei denen selbst Beethoven kurz die Augenbrauen gehoben hätte.

Piano unplugged auf der Reeperbahn: Wo Chopin auf House trifft und Klassik tanzen lernt
Leon Gurvitch am Klavier im ClubFoto: Shendl Copitman

Leon Gurvitch zwischen Konzertflügel und Dancefloor
Piano unplugged auf der Reeperbahn: Wo Chopin auf House trifft und Klassik tanzen lernt

Stellen Sie sich: Der Club ist voll, alle tanzen - und in der Mitte spielt ein Pianist auf seinem Flügel. Das ist "Piano Unplugged" - ein Format, dass Pianist und Komponist Leon Gurvitch ins Leben gerufen hat. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, welche Tracks am Besten ankommen, warum Klassik im Club anders wahrgenommen wird und was er mit diesem Konzept erreichen möchten.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national