"Er war ein Meister der kleinen Gesten"

Dirigent Bernard Haitink ist tot"Er war ein Meister der kleinen Gesten"

Der niederländische Dirigent Bernard Haitink war einer der größten Dirigenten unserer Zeit. Jetzt ist er im Alter von 92 Jahren verstorben.

"Er war ein Meister der kleinen Gesten"  Foto: Todd Rosenberg

Er war der große Gegenpol

Bernard Haitink ist, laut seinem Management, am Donnerstag in London gestorben. Der niederländische Dirigent verstarb demnach Zuhause im Kreise seiner Familie. 

Bernard Haitink gilt als einer der größten Dirigenten unserer Zeit und war vor allem durch seine Interpretationen der Werke von Anton Bruckner und Gustav Mahler bekannt. Dabei war seine Art zu dirigieren eine ganz besondere: "Bernard Haitink war bis zum Tod ein Meister der kleinen Gesten", erklärt Axel Brüggemann beim Rückblick auf das Leben und die Karriere des Musikers. "Haitink war der große Gegenpol zu den Maestri, die wir heute so oft auf den Podien tanzen sehen." Seine Art ein Orchester zu leiten war dezent, ruhig und unaufgeregt. 

Axel Brüggemann blickt auf das Leben von Bernard Haitink

Das Ende einer musikalischen Karriere

Der Dirigent leitete 27 Jahre lang das Amsterdamer Concertgebouw-Orchester und 14 Jahre lang die Royal Opera in London. Er war Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra, der Staatskapelle Dresden, des Chicago Symphony Orchestra und musikalischer Leiter des Opernfestivals in Glyndebourne. 

Sein letzter großer Auftritt war 2019 mit den Wienern Philharmonikern in Luzern. Damals ließ er sich am Ende von seiner Frau von der Bühne führen und erklärte, dass er gegen große Abschiede sei. "Das steht wohl auch für das Leben dieses großen Musikers Bernd Haitink", resümiert Axel Brüggemann. 

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