Geräusche der Natur und Klänge der Gitarre

Gitarrist im WaldGeräusche der Natur und Klänge der Gitarre

Ein Männlein steht im Walde, aber nicht still und stumm, sondern mit seiner Gitarre. Johannes Öllinger gibt Wald-Konzerte.

Geräusche der Natur und Klänge der GitarreFoto: Johannes Öllinger

Ein bisschen wie im Märchen

Der Steigerwald in Bayern hat etwas Magisches und Mystisches an sich. Auf Felsen lassen sich immer wieder goldene Inschriften des Künstlers Herman de Vries finden. Man muss genau suchen, denn die Nachrichten sind gut versteckt und oft entdeckt man die goldenen Worte nur aus Zufall. Manchmal bringt der Zufall die Wanderer und Spaziergänger in diesem Wald sogar zu Gitarrenmusik. Die Musik von dem klassischen Künstler Johannes Öllinger aus München.

Der Wald gibt mir nicht nur eine optische, sondern auch eine wunderschöne klangliche Atmosphäre.
Johannes Öllinger

Musik für alle

Von den Worten von Herman de Vries inspiriert, wollte sich der Gitarrist auch wieder mehr auf die Natur besinnen. „In der letzten Zeit wurden ja viele Formate ins Internet verlagert (…) Ich persönlich agiere gerne noch in der realen Welt“, erzählt der Musiker im Gespräch mit Klassik Radio. So beschloss er in den Wald zu gehen und von dort aus seine Musik in die Welt hinaus zu tragen: „Ich gehe einfach mit meiner Gitarre in den Wald. Suche mir ein schönes Plätzchen am Wegesrand, um dort ein Gitarrenkonzert zu geben.“

Ein Einblick in Öllingers Gitarrenkunst

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Musikalische Stunden im Wald

Die besondere Atmosphäre des Steigerwald zieht viele Wanderer und Spaziergänger an und deshalb bleibt auch der Gitarrist nie lange allein: „Im ersten Moment sind viele überrascht. Manche gehen irritiert weiter, andere bleiben stehen und hören zu. Oft gibt es noch einen musikalischen Austausch.“ Was dem Gitarristen besonders gut an dieser Art von Konzerten gefällt, ist der geringe Aufwand: Die Auftritte sind spontan, nichts muss geplant werden und so entsteht auch keine lästige Bürokratie. Öllinger kann so lange und so oft draußen Musik machen, wie er möchte: „Es hängt immer vom Wetter ab. An verregneten Tagen kann ich auch einfach mal zuhause bleiben. An sonnigen Tagen kann es auch sein, dass ich zwei oder drei Konzerte am Tag gebe.“

Den Wald zur Bühne machen

Das Repertoire bei seinen Wald-Konzerten ist vielfältig, von der Renaissance bis in das 21. Jahrhundert. Dabei versucht er sich an das Gefühl des Waldes anzupassen: „Hauptsächlich einfache Stücke, die sich gut in die Atmosphäre des Waldes integrieren (…) Eher Eingängiges, das auch beim kurzen Zuhören Freude bereitet.“ Auch in Zukunft kann sich Johannes Öllinger gut vorstellen weiter seine Konzerte im Wald zu geben, die Idee auszuweiten und auch mit anderen Musikern zusammenzuarbeiten: „Die bisherige Erfahrung den Wald zur Bühne zu machen, zeigte, dass da noch einiges an Potential drinsteckt.“

Wann oder wo genau der Künstler anzutreffen ist, werden wir nicht erfahren. Es ist immer dem Zufall überlassen und das macht die Konzerte auch so besonders.

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