Großer Streit und Drama an der MET Opera

New York Großer Streit und Drama an der MET Opera

Nach einer unüberlegten Aussage der Star-Dirigentin Nathalie Stutzmann fühlte sich das Orchester beleidigt und fordert Entschuldigung.

MET New York Foto: Adobe Stock

Ein ungewollter Angriff 

Wie eine unbedachte Äußerung zu einem Drama werden kann, das zeigt jetzt ein Vorfall an der MET Opera New York. Anfang des Monats hatte dort die französische Star-Dirigentin Nathalie Stutzmann mit zwei Mozart-Opern debütiert und wurde gefeiert. Doch dann verdarb sie leider alles mit nur einem Satz während eines Interviews mit der New York Times. Sie sagte, es gäbe nichts Langweiligeres als eine Musikerin oder ein Musiker im Orchestergraben zu sein. Sie fragte ihr Gegenüber: "Können Sie sich vorstellen, drei oder vier, fünf Stunden bei Wagner im Orchestergraben zu sein, ohne zu wissen, was über Ihnen vor sich geht?”

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Offizielle Entschuldigung 

Das war von der Dirigentin zwar vielleicht auch eher mitfühlend als degradierend gemeint. Doch nur Stunden später schossen die Musizierenden auf Social Media zurück. Sie meinten, im Orchestergraben sei es alles andere als langweilig. Sie hätten schließlich alle Werke vorher studiert und wüssten jederzeit, was auf der Bühne vor sich ginge, um flexibel darauf reagieren zu können. Sie seien stolz darauf, eines der besten Orchester der Welt zu sein.

Das war noch lange nicht alles: Am Ende hat sich auch noch der Geschäftsführer und Intendant der MET, Peter Gelb, eingeschaltet. Er forderte eine offizielle Entschuldigung. Die gab es auch. Nathalie Stutzman schreibt, sie sei tief getroffen, dass sie die Musizierenden so enttäuscht habe. Sie wollte lediglich positiv herausheben, dass das Orchester bei der im Interview thematisierten Opern-Inszenierung ausnahmsweise zu sehen und nicht versteckt war.

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