Gustavo Dudamel verlässt die Pariser Oper

Abschied  Gustavo Dudamel verlässt die Pariser Oper

Ganz überraschend hat der Star-Dirigent Gustavo Dudamel jetzt seinen Rücktritt an der Pariser Oper angekündigt.

Gustavo Dudamel bei "John Adams: Must the Devil Have All the Good Tunes?" Foto: Deute Grammophon / Smallz + Raskind / LA Phil

Mehr Zeit für die Familie

Überraschende Neuigkeiten kommen von der Pariser Oper: Ihr Musikdirektor, der Star-Dirgent Gustavo Dudamel, verlässt sie ganz überraschend. Der Venezueler ist erst 2021 an der Pariser Oper angetreten und hatte sich eigentlich für 6 Jahre verpflichtet. Jetzt, nach nur 2 Jahren, ist schon wieder Schluss. Dudamel meint, er habe die Entscheidung auch nur „schweren Herzens und nach langer Überlegung“ gefällt, doch er wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Das sei auch der ausschließliche Grund für den Rücktritt. Es sei ein Privileg gewesen, mit dem Team der „Opéra de Paris“ zusammenzuarbeiten.

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Viele unterschiedliche Projekte

Unverständlich ist das Ganze nicht. Dudamel hat neben dem Engagement in Paris noch zahlreiche andere Verpflichtungen und wird 2026 Chefdirigent des New York Philharmonic Orchestras. Dementsprechend verständnisvoll reagierte nun auch der Intendant der Opéra de Paris und bedankte sich bei dem Stardirigenten – er habe mit seiner Leidenschaft und seinem immensen Talent das Repertoire des Hauses sehr bereichert.

Außerdem meinte er, man ließe sich Zeit mit der Suche einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers. Es handelt sich um eine Schlüsselposition für die Zukunft des Hauses.

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft
Klassik-Dating

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft

Dating ohne App, dafür mit klassischer Musik: In Berlin wagt ein Klassik-Duo das Experiment und macht Liebeslieder zum Ausgangspunkt neuer Dating-Begegnungen. Während sonst digital gewischt und gematcht wird, setzt dieses Format auf das, was wirklich verbindet: Gemeinsame Hörerlebnisse, persönliche Gespräche – und die Chance, sich jenseits digitaler Algorithmen näherzukommen.

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand
Zwei kostümierte Frauen am Karneval in Venedig

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand

Von funkelnden Masken über laute Kanäle bis zu prunkvollen Opernhäusern: Im Venedig des 17. Jahrhunderts verschmolzen Feierlust und Kunst zu einem neuen Kulturerlebnis, das die Musikgeschichte revolutionierte. Der Karneval wurde zur Geburtsstätte der Oper – ein Spektakel für Zehntausende, die aus ganz Europa in die Lagunenstadt strömten.

„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit
Rüdiger Meng am Klavier

MENG - The Art Of LiveComposition
„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit

Wenn er sich ans Klavier setzt, ist alles möglich. Rüdiger MENG komponiert live auf der Bühne – ohne Netz, ohne doppelten Boden. Damit hat er schon Musiklegenden wie Quincy Jones, Phil Collins oder Simply Red beeindruckt. Im Interview mit Klassik Radio-Redakteurin Farah Losch erzählt er, warum diese Form der Live-Komposition für ihn die höchste Disziplin ist – und ein klares Statement gegen KI und durchgeplante Shows.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national