Klassik-Komponisten als Streamingstars

Bach an der SpitzeKlassik-Komponisten als Streamingstars

Wie viel hätten die großen Komponisten der Klassik verdienen können, wenn es schon damals Streamingdienste gegeben hätte?

Klassik-Komponisten als Streamingstars    Foto: Georgios_Kollidas

Was hätten die Komponisten zu Streamingdiensten gesagt?

Mittlerweile hören die meisten Menschen ihre Musik mit Streamingdiensten. Auch wenn die Kritik an den großen Plattformen immer größer wird, ist es für Künstler die beste Möglichkeit ihre Fans zu erreichen. Hauptsächlich große und bereits populäre Musiker verdienen gutes Geld durch ihre gestreamten Titel. In den Genuss dieser Art der Musikverbreitung sind viele Klassik-Komponisten nicht mehr gekommen. In Zeiten von Mozart, Bach und Beethoven gab es natürlich noch kein Internet, geschweige denn die Möglichkeit Musik zu streamen.

Johann Sebastian Bach auf Platz 1

Leipzig.travel, das offizielle Tourismusportal der Musikstadt, hat berechnet, wie viel die großen Komponisten mit ihrer Musik auf Streamingportalen verdient hätten. Dafür wurden die durchschnittlichen Einnahmen pro Stream, ungefähr 0,0037 USD, umgerechnet auf die Inflationsrate der größten Schaffensjahre der jeweiligen Komponisten und die jährlichen Streams der Künstler verwendet.

Der meistgestreamte Komponist ist Johann Sebastian Bach. Er wird monatlich ca. 6,7 Millionen Mal auf Streaming-Plattformen aufgerufen und hätte damit 300.000 US-Dollar im Jahr verdient. Schade, dass ihm diese Möglichkeit verwehrt geblieben ist. Sein bestes Jahresgehalt lag nämlich bei gerade mal 38.079 US-Dollar.

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Beliebter als Ed Sheeran

Bachs meistgehörtes Werk, das „Prélude“ aus seiner Cellosuite Nr. 1 in G-Dur, wurde mehr als 162 Millionen Mal gestreamt. Nach der Inflationsbereinigung hätte das Werk ihm fast 24,7 Millionen US-Dollar eingebracht. Das ist sogar mehr als der beliebte Song von Ed Sheeran „Shape of You“. Mit diesem Song hat dem Künstler bisher “nur“ 10,4 Millionen US-Dollar über Streamingdienste verdient.

So viel hätten die Komponisten mit ihren meistgehörten Hits auf Streaming-Plattformen verdient, wenn es in ihrer Zeit existiert hätte:


  1. Bach Cello Suite No. 1 in G Major, BWV 1007: I. Prélude: $24.729.209,62* 

  2. Beethoven Sonata No. 14 "Moonlight" in C-Sharp Minor", Op. 27 No. 2: I. Adagio sostenuto: $8.884.139,39*

  3. Chopin Nocturne en mi bémol majeur opus 9 n°2: Ballade en Sol Mineur No.1: $9.616.604,46* 

  4. Händel Keyboard Suite in D Minor, HWV 437: III. Sarabande: $6.288.036,09*

  5. Mozart Requiem, K. 626: Lacrimosa: $5.914.737,29*

  6. Liszt Liebestraume, S541/R211 : No. 3: Nocturne in A-Flat Major: $4.512.639,33*

  7. Vivaldi Violin Concerto in G Minor, RV 315 "L'estate" (No. 2 from "Il cimento dell'armonia e dell'inventione", Op. 8): III. Presto: $4.149.987,65* 

  8. Brahms Wiegenlied, Op. 49, No. 4 (Arr. for Cello and Piano): $3.736.156,63* 

  9. Debussy Suite bergamasque: Suite bergamasque: III. Clair de lune. Andante très expressif: $3.471.096,69* 

  10. Schubert 4 Impromptus, Op.90, D.899: No.4 in A Flat Major: Allegretto: $2.378.298,66*

*Inflationsbereinigt 

Und auch wenn dieses Geld die Künstler nicht mehr erreicht, würden sie sich bestimmt freuen, wenn sie wüssten, wie sehr ihre Musik noch immer geliebt wird. All diese wundervollen Komponisten können Sie auch auf Klassik Radio Plus streamen und genießen. 

Die beliebtesten Themensender von Klassik Radio:

Sommer Klassik (Aktuelles)
Klassik Radio Plus Sender "Sommer Klassik" mit einem Lavendel-Feld bei Sonnenuntergang.Foto: smallredgirl/stock.adobe.com
Beruhigende Klassik (Aktuelles)
Heißluftballon schwebt über Wolken im Sonnenuntergang, Schriftzug „Beruhigende Klassik“ oben linksFoto: Kien/stock.adobe.com
Klassik Dreams (Aktuelles)
Klassik Dreams Sender mit FederFoto: Grameh/stock.adobe.com, mit KI generiert

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

"Der Klang der Stradivari": Das Geheimnis liegt nicht in den Geigen
Szene Der Klang der StradivariFoto: Les Films Velvet/Baxter Films

Neu im Kino
"Der Klang der Stradivari": Das Geheimnis liegt nicht in den Geigen

Vier weltberühmte Instrumente, vier außergewöhnliche Musiker und ein Konzert, das Musikgeschichte schreiben soll: „Der Klang der Stradivari“ erzählt von der Magie großer Musik, der Kraft des Zusammenspiels und den Herausforderungen, die entstehen, wenn Leidenschaft und Persönlichkeit aufeinandertreffen.

Diese fünf Festivals sorgen im August für unvergessliche Momente
Kultursommer 2026Foto: SF/Marco Borrelli

Festivalsommer 2026
Diese fünf Festivals sorgen im August für unvergessliche Momente

Der August ist wie gemacht für kleine Auszeiten. Ob ein Wochenende in den Bergen, ein Städtetrip oder ein Kurzurlaub am See – mit dem richtigen Festival wird daraus ein echtes Highlight. Wir zeigen Ihnen fünf Festivals, die Kultur, Musik und besondere Sommermomente perfekt miteinander verbinden.

Gemeinsam singen für 80 Jahre Bregenzer Festspiele
SingalongFoto: Bregenzer Festspiele / Anja Koehler

Gemeinsam singen für 80 Jahre Bregenzer Festspiele

Seit acht Jahrzehnten stehen die Bregenzer Festspiele für große Oper, starke Bilder und unvergessliche Sommerabende am Bodensee. Das wird in diesem Jahr mit einem besonderen Abend gefeiert, dem „Singalong am See“.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national