Kulturverbände sprechen sich für den Kulturpass aus

Kultur für junge MenschenKulturverbände sprechen sich für den Kulturpass aus

Die führenden Kulturverbände sprechen sich für den Kulturpass aus und machen sich dafür stark, ihn auch in Zukunft für Jugendliche anzubieten.

Junge Frau in einem Museum  |  Junge Frau in einem Museum Foto: Unsplash

Hauptkulturverbände setzen sich für die Beibehaltung des Kulturpasses für Jugendliche ein. Sie sehen den Kulturpass als wichtiges Mittel zur Förderung der kulturellen Teilhabe junger Menschen, insbesondere wenn diese bisher keinen Zugang zur Kultur hatten, so eine Aussage des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, des Deutschen Bühnenvereins, des Deutschen Museumsbundes, des Forums Musikwirtschaft und des Kinoverbandes HDF Kino. Die Verbände betonen, dass der Kulturpass nicht nur einen einfachen Zugang und ein vielfältiges Angebot bietet, sondern auch die soziale Interaktion und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. "Kulturelle Teilhabe spielt eine wichtige Rolle dabei, sich aktiv zu unserer pluralistischen Gesellschaft und ihren demokratischen Werten zu bekennen", erklärten sie.

Der Kulturpass, der mit 200 Euro ausgestattet ist, kann bis zum Ende des Jahres von etwa 750.000 Berechtigten genutzt werden, die in diesem Jahr 18 Jahre alt werden. Das Guthaben soll zwei Jahre lang gültig sein. Die Förderung, die mit 100 Millionen Euro ausgestattet ist, reicht zunächst für ungefähr 60 Prozent der 18-Jährigen. Nach neuesten Angaben der Kulturstaatsministerin Claudia Roth haben sich bis jetzt 211.570 Jugendliche für den Kulturpass angemeldet. Mit ihrem Guthaben haben sie fast eine halbe Million Investitionen im Wert von etwa 8,6 Millionen Euro gemacht. Davon entfallen 4,1 Millionen Euro auf Bücher, gefolgt von Konzerten und Bühnen (2,8 Millionen), Kino (1,4 Millionen), Musikinstrumenten (220.000), Tonträgern (34.000) sowie Museen und Parks (26.000).

"Wir sind vom Potenzial des Kulturpasses fest überzeugt", so die Verbände. Es wäre ein "verheerendes Signal" für junge Menschen, Kulturschaffende und Kulturstätten, dem Pilotprojekt nach dem vielversprechenden Start keine Chance zur Weiterentwicklung zu geben. Daher sollte das Pilotprojekt fortgesetzt werden.

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