Musikalischer Katzenjammer: Drei Klassik-Kracher für Samtpfoten

Musikalischer Katzenjammer: Drei Klassik-Kracher für Samtpfoten

Zum Weltkatzentag haben wir uns in der Welt der Klassik auf die Suche nach musikalischem (Katzen-)Gold gemacht: Dabei haben wir drei Kompositionen gefunden, die beweisen, dass auch große Komponisten eine Vorliebe für die samtpfotigen Vierbeiner haben.

Katze auf KlavierFoto: ©[Nijat]/stock.adobe.com

Scarlatti – Die Katzenfuge

Domenico Scarlatti, der Barockmeister der Clavichord-Finesse, soll einmal eine Fuge für seine Katze geschrieben haben: Die „Katzenfuge“ beschreibt die chaotischen Sprünge und gelegentlichen Pfotenhiebe, die unsere vierbeinigen Freunde auf einer Klaviatur hinterlassen. Angeblich wurde Scarlatti von seinem Stubentiger Pulcinella inspiriert, der über die Tasten seines Klaviers lief und damit das musikalische Motiv des Stücks „komponierte“. Wirkliche Beweise dafür, dass dieses Stück einen samtpfotigen „Ghostwriter“ hatte, gibt es zwar nicht, aber uns gefällt die Vorstellung, dass eine Katze Scarlatti bei dieser Komposition auf die Sprünge half.

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Ravel – Duo Miaule

Maurice Ravel, bekannt für seine eleganten und oft surrealen Kompositionen, schrieb das „Duo Miaule“, eine Hommage an seine eigene Katze, die im Orchester zwischen den Noten schnurrte. Dieses Stück vereint das Maunzen zweier imaginärer Vierbeiner in einem musikalischen Dialog, der ebenso verspielt wie elegant ist. Mit einem fröhlichen Mix aus Verspieltheit und Raffinesse spiegelt das „Duo Miaule“ die charmante Eigenart der Tiere wider. Ravel ließ die Töne so geschmeidig über die Noten gleiten, als ob seine eigene Katze über die Tasten flanierte.

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Rossini – „Duetto buffo di due gatti“

Dieses Stück wird dem Humor von Gioachino Rossini zugeschrieben: Gerüchte besagen, dass er ein „Humoristisches Duett für zwei Katzen“ - so die deutsche Übersetzung - komponierte, möglicherweise als Scherz oder als musikalische Spielerei. Heute sind sich Musikwissenschaftler nicht sicher, ob das skurrile Stück, dessen einziger Text aus einer Variation des Wortes „Miau“ besteht, wirklich dem Komponisten zuzuordnen ist. Fakt ist jedoch, dass das Stück jedem Katzenliebhaber ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Egal ob bei Komponisten, Musikern oder Zuhörern – die Faszination für unsere samtpfotigen Freunde scheint zeitlos und ungebrochen. Kein Wunder, dass diese Liebe auch in der Klassik ihren Ausdruck fand. Wenn Sie jetzt - passend zum Weltkatzentag - Lust auf samtweiche, träumerische Musik haben, empfehlen wir Ihnen in unseren Klassik Radio Select-Sender "Klassik Dreams" zu hören.


Neueste Artikel

Hits, Herzklopfen und Weihnachtszauber: Bachs Oratorium begeistert seit 300 Jahren
Johann Sebastian Bach, Gemälde von Gebel

Hits, Herzklopfen und Weihnachtszauber: Bachs Oratorium begeistert seit 300 Jahren

Weihnachten ohne Musik von Bach? Kaum vorstellbar. Doch das Weihnachtsoratorium ist viel mehr als alte Kirchenmusik: ein clever komponiertes Meisterwerk, voller großer Gefühle, überraschender Momente – und ein echter Hit seiner Zeit. Erfahrt in diesem Artikel, wie Bach Geschichten erzählte, Melodien recycelte und ein Werk schuf, das bis heute verzaubert.

Vom Biedermeier zur großen Bühnenkunst - Wie „Hänsel und Gretel“ zur Weihnachtsoper wurde
Hänsel und Gretel Comicversion

Vom Biedermeier zur großen Bühnenkunst - Wie „Hänsel und Gretel“ zur Weihnachtsoper wurde

Bevor Engelbert Humperdinck Hänsel und Gretel zur berühmtesten Märchenoper der Musikgeschichte machte, war der Stoff bereits auf deutschen Bühnen zu Hause. Doch erst seine Version verwandelte das Grimmsche Märchen in ein Werk von zeitloser Tiefe. Warum gerade diese Oper überlebte, was sich über die Jahrzehnte verändert hat und wie Humperdinck sich sein Werk selbst dachte – ein Blick hinter die Kulissen und zu hören am 4. Advent bei Klassik Radio.

Ho Ho Houston! Wie „Jingle Bells“ das erste Lied im Weltraum wurde
NASA-Raumstation Gemini 7

Vor 60 Jahren
Ho Ho Houston! Wie „Jingle Bells“ das erste Lied im Weltraum wurde

Am 16. Dezember 1965, hoch über der Erde, erlaubten sich zwei NASA-Astronauten einen kleinen Scherz – und schrieben ganz nebenbei Musikgeschichte. Mit Glöckchen, Mundharmonika und einer gehörigen Portion Humor schenkten sie der Welt ein Weihnachtslied aus dem Orbit. Eine kleine Geschichte über den vielleicht ungewöhnlichsten Weihnachtsgruß überhaupt.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national