Schauspielerin Sandra Hüller gewinnt doppelt

Schauspielerin Sandra Hüller gewinnt doppelt

Sandra Hüller wurde erst mit dem Europäischen Filmpreis als Beste Darstellerin ausgezeichnet, dann folgte der Kritikerpreis der Los Angeles Film Critics Association.

Bei den 36. European Film Awards Foto: Sebastian Gabsch

Das Justizdrama "Anatomie eines Falls" hat bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises in mehreren Kategorien triumphiert. Sandra Hüller, die Hauptdarstellerin des Films, erhielt die Auszeichnung als beste Schauspielerin. In ihrer Dankesrede bat die 45-Jährige um einen Moment der Stille für den Weltfrieden. Die Kulturstaatsministerin Claudia Roth lobte Hüller als "einen besonderen Glücksfall für die deutsche Filmindustrie". Sie sei eine außergewöhnliche Schauspielerin, die es versteht, ihre Rollen vielschichtig und intensiv zu gestalten, sagte die Politikerin der Grünen in einer Mitteilung am Sonntag. „Sie lotet alle Tiefen der dargestellten Charaktere bis zum Äußersten aus.“ Die deutsche Schauspielerin, die in Leipzig lebt, war gleich zweimal als beste Darstellerin nominiert (auch für das Drama "The Zone of Interest). Sie setzte sich unter anderem gegen ihre deutsche Kollegin Leonie Benesch ("Das Lehrerzimmer") und die Finnin Alma Pöysti aus der Tragikomödie "Fallende Blätter" durch. Hüller hatte bereits 2016 die Trophäe als beste Darstellerin für die Tragikomödie "Toni Erdmann" erhalten.

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Anatomie eines Falls

Sandra Hüller wurde für ihre Hauptrolle im Gerichtsdrama „Anatomie eines Falles“ ausgezeichnet. Neben beste Darstellerin gewann der Film auch in den Kategorien bester europäischer Film, Regie, Drehbuch und Schnitt. Das Thema Schuld steht im Mittelpunkt von "Anatomie eines Falls": Ist es ein Unfall, Suizid oder Mord?  In "Anatomie eines Falls" spielt Sandra Hüller die Schriftstellerin Sandra, die mit ihrem Mann Samuel und ihrem nahezu blinden Sohn Daniel in den französischen Alpen lebt. Als Samuel tot vor ihrem Chalet gefunden wird, sieht es zunächst nach einem tragischen Unfall aus. Aber bald gerät Sandra unter Mordverdacht und muss sich vor Gericht verantworten. Hüller spielt eine rätselhafte Frau, deren Motive das Publikum bis zum Ende des Films im Unklaren lässt. Das komplexe Drama beleuchtet auch die Konflikte des Paares und lässt den Zuschauer immer wieder zweifeln, ob Sandra schuldig ist oder nicht.

Das Filmteam ist auch für das Oscar-Rennen im Gespräch - ebenso wie Hüller als Hauptdarstellerin.

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Kritikerpreis der Los Angeles Film Critics Association

In den Vereinigten Staaten wurde die Schauspielerin außerdem von der Los Angeles Film Critics Association (LAFCA)  für ihre Rolle in „Anatomie eines Falls“ und in „The Zone of Interest“ ausgezeichnet. Zusammen mit Hüller wurde auch Emma Stone für ihre Hauptrolle in "Poor Things" geehrt. Das Drama "The Zone of Interest" des britischen Regisseurs Jonathan Glazer gewann außerdem die Preise für den besten Film, die Regie und die Musik. Der Film erzählt die Geschichte des KZ-Kommandanten Rudolf Höß (gespielt von Christian Friedel) und seiner Familie. Hüller übernimmt die Rolle von Höß' Ehefrau Hedwig.


 

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