Sich einander mit liebenden Augen zuwenden

Carpe DiemSich einander mit liebenden Augen zuwenden

Mit "Carpe Diem" geben die evangelischen oder katholischen Kirchen immer montags bis samstags einen neuen Denkanstoß für Ihren Tag.

Sich einander mit liebenden Augen zuwendenFoto: Photo by Akira Hojo on Unsplash

Angst und Sorge

„Werden wir im Winter frieren müssen?“, titeln die Zeitungen. Dazu jeden Tag neue Berichte über Gaslieferengpässe, der Möglichkeit, wieder auf die Kohle zu setzen, über den grausamen Krieg in der Ukraine, die Folgen des schweren Erdbebens in Afghanistan und über Menschen in meiner Stadt, die Mühe haben ihren Lebensunterhalt zu bezahlen, weil die Preise steigen und steigen. Ich kann mich täglich in Rage lesen und hören, so dass mein Kopf in der Dauerschleife von Angst und Sorge um die Zukunft fast durchdreht. Ausblenden geht irgendwie nicht. Verdrängen ist ungesund und auch anstrengend. Was kann ich dem entgegensetzen?

Liebevolles Handeln

Eine weise Frau[1] fordert: „Sei Zeugin der Zärtlichkeit Gottes, ein Hoffnungsschimmer mitten im Leid dieser Welt der Gewalt und des Unrechts.“ Zeugin der Zärtlichkeit Gottes sein. Was für ein schöner Gedanke! Gottes Liebe, die feststeht und nicht verhandelbar ist, sichtbar machen, indem ich sie lebe. In Berührungen und Worten, in liebvollem Handeln und Zuwenden, im Hinsehen mit liebenden Augen. Das beendet wahrscheinlich keinen Krieg, aber für einen einzigen Menschen, kann sich dadurch alles ändern.

[1] Kleine Schwester Magdeleine von Jesus

Carpe Diem - Gedanken zum Tag hören Sie Montags bis Samstag um 6:10 bei Klassik Radio.

Autor: Anja Kieser, radio m, für die evangelischen Kirchen. Sie wollen Kontakt zum Autor aufnehmen: kieser.carpediem@radio-m.de

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