So war die Krönung des Königs von England

King Charles III.So war die Krönung des Königs von England

Am vergangenen Samstag wurde Charles offiziell zum König von England gekrönt. Hier ein kleiner Rückblick auf die Feierlichkeiten.

Westminster AbbeyFoto: [IRStone]/stock.adobe.com

Bis die Krone richtig sitzt

Es war ein verregneter Krönungstag, geziert von etwas Melancholie und viel pompöser Festlichkeit. Im Rahmen des Krönungsgottesdienstes ab 11 Uhr Ortszeit wurde King Charles III. am vergangenen Samstag zum 40. regierenden Monarchen seit 1066 gekrönt. Der neue König zeigte sich eher verhalten, der Gottesdienst war allerdings voller Gesten und Zeichen: Er will ein moderner Monarch sein.

Zwischen der vergangenen Krönung Charles III. und der seiner Mutter Elisabeth II. vor 70 Jahren gab es neben den typischen Ritualen auch andere Parallelen. Das fing schon beim Wetter an: Auch an Elisabeths Krönungstag hatte es geregnet. Wie seine Mutter wirkte auch der neue König Englands ein bisschen klein unter der zwei Kilogramm schweren, goldenen St.-Edward-Krone. Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury, musste diese mit beiden Händen einige Male hin- und herrücken, bevor er sich zu Charles herabbeugte, um sich kurz zu vergewissern, dass die Krone auch richtig sitzt.

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Die Musikauswahl, ein besonderer Mix

„Ich bin gekommen, um zu dienen, nicht, um bedient zu werden.“ Das sagte Charles III. ganz zu Beginn seines Krönungsgottesdienstes dem jüngsten Chorknaben. Der neue Monarch zeigte bereits während des Gottesdiensts mit zahlreichen Symbole und Gesten den Willen, ein moderner, zeitgemäßer König zu sein. Das fing schon bei der Musik an: Während der mehrstündigen Krönungszeremonie gab es ein vielfältiges Musikprogramm, das Charles selbst ausgewählt hat. Auf dem Programm stand vor allem britische Musik aus insgesamt 350 Jahren. Darunter war zum Beispiel griechisch-orthodoxe Musik in Erinnerung an seinen Vater Prinz Philip. Begleitet wurde der Gottesdienst unter anderem von dem Chor der Westminster Abbey und ein Gospel-Chor. Gesungen wurde zum Teil  auch auf Walisisch. Hinzu kamen noch einige neue und moderne Stücke: Insgesamt sechs Orchesterstücke, fünf Chorwerke - dirigiert von John Eliot Gardiner - und ein Orgelstück. 

Das extra für diesen Anlass zusammengestellte Coronation Orchestra bestand aus Mitgliedern unter anderem des Royal Philharmonic Orchestra, des BBC National Orchestra of Wales, dem Scottish Chamber Orchestra und dem Royal Opera House Orchestra. Dirigiert wurde es von Antonio Pappano. Das Orchester wurde durch Solistinnen und Solisten wie der walisische Opernsänger Bryn Terfel ergänzt.

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"Make A Joyful Noise"

Die Musikauswahl kombiniert traditionelle Klänge - wie Musik von William Byrd, Georg Friedrich Händel und Edward Elgar - mit moderner Musik - wie eine Hymne des Musical-Komponist Andrew Lloyd Webber. "Make A Joyful Noise" soll laut des Komponisten ein "freudiges Ereignis" widerspiegeln.

Das Stück wird in Zukunft in vielen Kirchen im ganzen Land zu hören sein. Die Partitur wurde an 6.000 Kirchen verteilt, damit sie bei Gottesdiensten aufgeführt werden kann. Das Album mit den kompletten Musikaufnahmen der Zeremonie, einschließlich der Hymne, wurde überraschend direkt nach der Krönung weltweit zum Download bereitgestellt.

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