Social Media Aktion: Music for our planet

Mit Videoclips gegen den KlimawandelSocial Media Aktion: Music for our planet

Mit 60 Sekunden Videos machen Musiker*innen am 19. März in den sozialen Medien auf den Klimawandel aufmerksam. Initiatorin ist eine junge Geigerin.

Social Media Aktion: Music for our planetFoto: Johannes Lunenburg

Spontane Wohnzimmeridee

"Am 19. März ist der nächste globale Klimastreik und ich habe überlegt, was könnten Musiker*innen an diesem Tag machen, aber abseits von "Fridays for Future", als eigenständige Community quasi. So habe ich "Music for our planet" ins Leben gerufen. Es war eine sehr spontane Idee im Wohnzimmer irgendwie", erzählt Lea Brückner, die Initiatorin. Sie ist nicht nur Geigerin, sondern studiert auch an der Folkwang Universität der Künste in Essen. 

Mit Videoclips gegen den Klimawandel

Dabei können Musiker*innen ganz einfach dabei sein: mit einem einminütigen Video, dass sie am 19. März auf Instagram und/oder Facebook auf ihrem Account posten und mit dem Hashtag "Music for our planet" versehen. Das Video besteht aus zwei Teilen: zunächst kündigt der Musizierende an: "I play for our future planet. We have no planet b."

Dann folgt eine kurze musikalische Darbietung. "Ob es jetzt der Anfang einer Exposition eines Violinkonzertes von Mozart ist oder man den Teil eines Refrains eines Songs singt, das kann man ja in 40 bis 50 Sekunden zeigen. Es soll eben nicht die musikalische Selbstpräsentation im Vordergrund stehen, sondern tatsächlich einfach die Message: wir Künstler, die da mitmachen, spielen fürs Klima!" erklärt die 23-jährige engagiert. 

Lea Brückner erklärt ihre Aktion im Video

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Konzertierte Aktion der Musiker*innen

Dabei können sowohl angehende als auch etablierte Profimusiker*innen mitmachen, also auch Musikstudierende. Auch das Genre ist frei wählbar. Wichtig ist nur, dass sie sich hauptberuflich mit der Musik beschäftigen. "Damit es eben wirklich eine Aktion der Musiker*innen ist", betont Lea Brückner. 

Internationale Resonanz

Die Resonanz ist bereits groß. So ist nun das Orchester des Wandels, ein Verband von 15 Berufsorchestern, die sich für Umweltschutz und Klima engagieren, offizieller Kooperationspartner der jungen Musikerin geworden. Außerdem wollen zahlreiche Hochschulen in Deutschland, die Universität Wien und die Manhattan School of Music in New York bei der Aktion mitmachen. 

Ebenso wie das Royal Northern College in Manchester, dass sogar so begeistert war, dass sie alle anderen Hochschulen in England über die Aktion informiert haben. Außerdem haben einzelne Solo-Künstler ihre Teilnahme angekündigt, wie z.B. Absolventen der renommierten Juilliard School in New York oder der österreichische Geiger Yury Revich. 

Lea Brückner im Gespräch mit dem Orchester des Wandels

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Aktion soll Wellen schlagen

Dabei hat Lea Brückner konkrete Ziele mit ihrer Aktion: Sie möchte die Branche aufmerksam machen, dass zu ihrem Kulturauftrag auch das Thema Nachhaltigkeit gehört. "Da ist es einfach Zeit, dass wir Künstler uns ganz klar positionieren. Wir haben auch einen Einfluss auf die Gesellschaft (...) und es wäre toll, wenn das jetzt so Wellen schlägt, dass das in verschiedenen Ländern jetzt wahrgenommen wird, dass wir Künstler uns positionieren und das Netzwerk ausbaut und für nächste Aktionen noch erweitert." 

Klimaschutz im Kleinen und Großen

Zum einen sei es natürlich wichtig, bei sich im Kleinen anzufangen. Bei Musiker*innen sei natürlich Reisen das große Thema: man lebe einerseits davon, dass man nicht nur in seiner Heimatstadt spiele, doch andererseits müsse man überlegen, wie man diese Reisen nachhaltiger und grüner gestalten oder ggf. kompensieren könne. Deshalb sei es auch so wichtig, dass man innerhalb der Branche an einem Strang zieht: "Wenn wir Musiker als Community auftreten, dann werden die Veranstalter vielleicht ebenfalls darüber nachdenken, wie nachhaltige Konzerte aussehen können, z.B. bei einem Festival, wie das Publikum anreist, ob es z.B. möglich ist, die Location nahe an öffentlichen Verkehrsmitteln zu wählen, damit auch diese genutzt werden können."

Oft sei es auch so, dass man als Musiker*in für ein einzelnes Konzert ins Ausland eingeladen würde. Auch in diesen Fällen würde es helfen, wenn sich Organisatoren absprächen. So müssten Musiker*innen nicht mehrmals die Reise in eine Region oder ein Land unternehmen, sondern könnten z.B. mehrere Veranstaltungen in einem Zeitraum bündeln. 

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