Strengere Netflix-Regeln: Ein Haushalt pro Account

StreamingStrengere Netflix-Regeln: Ein Haushalt pro Account

Der Streaminggigant Netflix möchte strenger gegen das Teilen von Passwörtern vorgehen. Jedes Konto gilt nur noch für einen Haushalt.

Netflix Foto: Adobe Stock

Neue Regelungen bei Netflix

Jahrelang tolerierte Netflix das Teilen von Passwörtern zwischen Nutzern – doch das ist jetzt vorbei, sagt zumindest Netflix-CEO Ted Sarandos. Das bedeutet, dass Netflix stärker gegen Account-Trittbrettfahrer vorgehen und künftig auch die IP-Adressen von Streamern auswerten wird. Das heißt, für Netflix-Nutzer in Deutschland, die einen Account über einen Haushalt hinaus teilen, wird es ernst, denn die müssen bald mehr zahlen. Für eine Person, die nicht mit dem zahlenden Account-Inhaber unter einem Dach wohnt, sollen 4,99 Euro im Monat fällig werden.

Netflix erhofft sich davon natürlich höhere Einnahmen, die man anscheinend im härter werdenden Streaming-Markt dringend braucht. Als Netflix-Haushalt zählt eine Ansammlung von Geräten, die dort ins Internet gehen, wo man am häufigsten Netflix nutzt. Wird über ein TV-Gerät geschaut, ordnet Netflix alle Geräte derselben Internet-Verbindung automatisch einem Haushalt zu. Der gemeinsame Internet-Anschluss scheint damit ein zentrales Merkmal zu sein. Netflix erfasse IP-Adressen, aber keine GPS-Daten, hieß es vom Streaming-Dienst.

Erfolg in anderen Ländern

Wie schnell das Ganze umgesetzt wird, blieb zunächst offen. Entdeckte Nutzer mit einem fremden Account sollen wohl erstmal nur gewarnt werden, dass ihr Zugang bald gesperrt wird. In anderen Ländern hat das Vorgehen schon den gewünschten Nutzen gehabt. In Kanada etwa, teilte Netflix mit, gebe es inzwischen mehr zahlende Nutzer und höhere Einnahmen als vorher.

Mehr Infos zu Filmen und Serien hören Sie morgen Abend in der Klassik Radio „Cinemashow“ mit Florian Schmidt ab 19 Uhr.

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