Tag der ungewöhnlichen Instrumente

Die ungewöhnlichsten Instrumente aus aller WeltTag der ungewöhnlichen Instrumente

Klavier, Gitarre, Trompete – Jeder kennt diese klassischen Instrumente. Aber wie ist es mit einem Theremin, einem Hang oder einer Glasharmonika?

Tag der ungewöhnlichen Instrumente               Foto: AdobeStock/ tostphoto

Heute am Tag der ungewöhnlichen Instrumente holt Klassik Radio genau diese außergewöhnlichen Musikinstrumente aus dem Schatten und zeigt, was die faszinierenden Geräte alles können. Die Instrumente können Sie unten anhören.

Das Cembalo

Zugegeben, das Instrument kennen wir alle, doch hören tun wird es sehr selten: Das Cembalo. Es ist ein historisches Tasteninstrument und wurde vor allem in der Zeit zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert gespielt. Das Cembalo hebt sich vor allem durch seinen klaren und hellen Ton von anderen Tasteninstrumenten ab. Es ähnelt sehr dem Klavier, doch der Unterschied ist, dass beim Cembalo die Saiten von sogenannten Kielen gezupft werden. Beim Klavier werden die Saiten von kleinen Hämmerchen angeschlagen. Es hat zwei Tastaturen übereinander und ist somit gar nicht so leicht zu spielen. Heutzutage hören wir Werke von Bach, Beethoven, Mozart und Co. auf den neuesten Flügeln und gar nicht mehr auf dem Cembalo, obwohl die Komponisten zu ihrer Zeit das Cembalo verwendet haben.

Die Glasharmonika

Dieses Instrument ist ein absoluter Hinkucker, denn es besteht komplett aus Glas. Die Glasharmonika ist ein sogenanntes Idiophon. Das bedeutet, es erzeugt schwingend einen Klang ohne Saiten oder Membranen. Der Erfinder Benjamin Franklin entwickelte die Glasharmonika 1761. Bei genauerem betrachten erkennt man, dass das Instrument aus ineinandergeschobenen Glasglocken besteht, die auf einer waagrechten Achse befestigt sind. Mit feuchten Fingern werden die Glasränder berührt und geraten somit in Schwingungen.

Das Theremin

Aufgrund seiner Spielweise ist das Theremin einzigartig und gehört definitiv zu den ungewöhnlichsten Instrumenten der Welt. Denn das Musikinstrument ist elektronisch und erzeugt berührungslos Töne. Durch Handbewegungen in einem Radius von etwa 50 cm um eine der Antennen herum erzeugt es Töne, die man vor allem aus Science-Fiction-Filmen kennt. Die elektrische Kapazität des Körpers beeinflusst dabei ein elektromagnetisches Feld. Erfunden wurde es im Jahr 1920 vom Russen Lew Termen.

Die Tanzmeistergeige

Das letzte ungewöhnliche Instrument ist die Tanzmeistergeige oder auch Pochette genannt. Es ist eine Violine, die jedoch aus nur einem ganz kleinen Korpus mit 40cm besteht. Es stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert und diente damals Tanzlehrern dazu, eine Melodie zu spielen und gleichzeitig den Schülern die zu erlernenden Tanzschritte zu zeigen. Das Instrument besitzt vier Saiten und besteht aus Holz mit einem dünnen Hals mit Griffbrett. Damals wurden für den Adel besonders hochwertige Tanzmeistergeigen erstellt.



Wer die Tanzmeistergeige aus der Nähe betrachten möchte, der kann diese im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg erleben. 



Und das haben Sie garantiert noch nie gesehen. Ein Orchester spielt mit Instrumenten, die aus Gemüse stammen:

Irrer Gemüse-Sound: Orchester lässt Karotten und Kohlköpfe klingen

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Das Hang

Dieses Musikinstrument ist nicht nur ungewöhnlich, es sieht auch noch lustig aus, denn es erinnert an einen asiatischen Wok. Das im Jahr 2000 erfundene Musikinstrument von Felix Rohner und Sabina Schärer aus Bern besteht aus zwei miteinander verklebten Halbkugelsegmenten. Das Material ist Pang, ein gasnitriertes Stahlblech. Auf der oberen Seite der Halbschale befinden sich Klangfelder, die mit Hämmern ins Blech eingearbeitet sind. Um das Musikinstrument zu benutzen, muss man es waagrecht oder senkrecht auf den Schoß legen. Wie bei der Trommel wird auch das Hang mit den Fingern und den Händen bedient.

Das Hackbrett

Das Hackbrett stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde lange Zeit unter den Bettlern als Musikinstrument genutzt. Es entwickelte sich zu einem beliebten Instrument am Hofe und wurde über die Jahrzehnte immer prunkvoller ausgestattet. Gespielt wird es mit zwei Klöppeln, indem man mit ihnen auf die Seiten schlägt. Berühmte Komponisten, wie beispielsweise Antonio Vivaldi oder Niccolò Jommelli bezogen das Hackinstrument bei der Komposition ihrer Musikstücke ein.

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