Tölzer Knabenchor erweitert pädagogisches Team

Neues Schuljahr, neue Gesichter:Tölzer Knabenchor erweitert pädagogisches Team

Um pandemiebedingte Lücken zu schließen, gibt es im neuen Schuljahr einige Änderungen beim Tölzer Knabenchor.

Tölzer Knabenchor erweitert pädagogisches TeamFoto: Klaus Fleckenstein 2018/Tölzer Knabenchor

Großer Nachholbedarf dank pandemiebedingter Pause

In gut zwei Wochen ist es soweit - und die Sommerferienpause beim Tölzer Knabenchor ist vorbei. Die Jungs freuen sich schon darauf, endlich wieder gemeinsam singen zu können. Dabei müssen sie in die Vollen gehen - schließlich gab es eine lange Pause während der Pandemie, die für großen Nachholbedarf sorgt. "Da wir von der Regierung als Amateurchor bezeichnet wurden - und die Amateurchöre durften leider während der Pandemie fast ein Jahr lang nicht miteinander proben. Das war bei den Profichören anders. Das ist natürlich bei einer Ausbildung eines Knabens, der maximal sechs bis sieben Jahre überhaupt in der Knabenstimme singen kann, verheerend. Es ist fast ein Sechstel der Knabenzeit, die zur Ausbildung zur Verfügung steht, in der die Kinder nicht in der Gemeinschaft geprobt haben", erläutert Geschäftsführerin Barbara Schmidt-Gaden.

"Ich kann es zeitlich einfach nicht leisten, die Buben brauchen das aber jetzt. Deshalb habe ich darum gebeten, die Zusammenarbeit so anzupassen, damit es für alle stimmt"
Michael Hofstetter, erster Gastdirigent des Tölzer Knabenchors

Michael Hofstetter wird erster Gastdirigent

Um den Nachholbedarf gewährleisten zu können, gibt es nun einige Änderungen. Denn der bisherige künstlerische Leiter, Stardirigent Michael Hofstetter, kann eine noch intensivere Betreuung der Knaben neben seinen zahlreichen anderen Engagements nicht stemmen. "Ich kann es zeitlich einfach nicht leisten, die Buben brauchen das aber jetzt. Deshalb habe ich darum gebeten, die Zusammenarbeit so anzupassen, damit es für alle stimmt", erklärt er. So bleibt er den Tölzer Knaben nun als erster Gastdirigent verbunden und freut sich schon auf das nächste Projekt: "Wir machen im November ein gemeinsames Weihnachtsoratorium mit dem Concerto Köln in Lausanne bei dem Bachfestival dort mit Solisten von den Tölzer Buben. Wenn man die schon kennt und ihre Stärken und Schwächen und mit ihnen arbeitet, damit sie ihre Bestleistungen vollbringen können - darauf freue ich mich schon unendlich".

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"Eierlegende Wollmilchsau" gesucht

Um die Knaben trotz Nachholbedarf optimal ausbilden zu können, bekommen sie nun auch eine neue Chorleitung und einen Stimmbildner bzw. Stimmbildnerin. Doch was wird von den Bewerben eigentlich erwartet? "Ohne jetzt auf das GEndern Rücksicht zu nehmen: wir hätten natürlich gerne, wie am Theater so gerne gesagt wird, die eierlegende Wollmilchsau", meint Barbara Schmidt-Gaden mit einem Lachen. "Sprich: guter Pädgagoge, guter Sänger, guter Stimmbildner, guter Dirigent und auch noch guter Pianist. Ich weiß, dass sind sehr sehr viele Aufgaben, aber wir sind uns sicher, dass es da draußen in unserem Berufsfeld Menschen gibt, die das alles mitbringen. Wir haben schon sehr viele hier am Start, die all das abdecken können und wir freuen uns natürlich weiterhin über viele Bewerbungen."

Bewerbungsprozess im vollen Gange

Noch kann man sich gerne bewerben, auch wenn die offizielle Deadline verstrichen ist. Am 13. September, pünktlich zum Schulbeginn und dem damit verbundenen Start der Chorarbeit nach den Sommerferien, werden dann die ersten Einladungen verschickt. Es wartet also eine spannende, erfüllende Zeit für die Tölzer Knaben. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.

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